Gegen Haie und Piraten

Nach dem erfolgreichen letzten Wochenende mit dem deutlichen 11:1 Sieg gegen den EC Pfaffenhofen hat es der EHC Königsbrunn nun mit zwei interessanten Gegnern zu tun. Zunächst geht es am Freitag ab 19:30 Uhr gegen die “Sharks” des ESC Kempten, am Sonntag empfangen die Brunnenstädter dann ab 18 Uhr die “Pirates” des ESV Buchloe in der heimischen Pharmpur EISARENA.

Gegen kaum eine andere Mannschaft hat der EHC eine bessere Bilanz als gegen Kempten, meist hatte Königsbrunn das bessere Ende für sich. Vor der Saison kam es dann zum Umbruch im Kader der Allgäuer, die Mannschaft wurde mit einigen hochkarätigen Einkäufen verjüngt. So holte der ESC aus Südtirol den 26-jährigen Tschechen Filip Kokoška, der in den ersten zehn Spielen gleich mal sechs Treffer erzielte, 17 Vorlagen gab und damit Topscorer der Sharks ist. In der Bayernliga stürmte der quirlige Angreifer schon für den TSV Miesbach. Aus Passau wechselte der 24-jährige Jakub Bitomsky ins Allgäu, er trifft pro Spiel im Schnitt einmal, insgesamt hat er sich schon 22 Scorerpunkte geholt. Vor zwei Jahren spielte der gebürtige Tscheche mit deutschem Pass schon für Königsbrunn und war auch dort ein fleißiger Knipser. Der drittplatzierte Topscorer ist ebenfalls ein Neuzugang, Ondrej Zelenka kam vom EV Füssen, wo er auch sein Handwerk erlernte. In zehn Partien hat er bisher acht Treffer erzielt, die Offensive der Sharks ist in dieser Saison hervorragend aufgestellt. Auch in der Defensive hat sich einiges getan, der Verein holte unter anderem den Finnen Joonas Sillanpää und aus der Oberliga Nord Michel Limböck von den Hammer Eisbären. Trainer der Sharks ist der Landsberger Sven Curmann, der lange Zeit bei Buchloe und seinem Heimatverein spielte. Er formte aus der Mannschaft einen schlagkräftigen Kader und will Königsbrunn ohne Punkte wieder nach Hause schicken. Am siebten Spieltag besiegte der ESC auswärts den TEV Miesbach mit 1:4, die Mannschaft kann an einem guten Tag jeden Gegner schlagen. Aktuell stehen die Sharks auf dem fünften Tabellenplatz, zwei Ränge hinter dem EHC.

Der Sonntagsgegner Buchloe steht gerade auf dem achten Rang, allerdings legten die Pirates einen Fehlstart hin und kamen in den letzten Partien immer besser ins Spiel. So bissen sich unter anderem die Sharks aus Kempten schon die Zähne am ESV aus und mussten eine 2:3 Niederlage hinnehmen. Vor der Saison mussten die Pirates die Abgänge von Markus Vaitl und Maximilian Hermann hinnehmen, dafür kehrte Maximilian Dropmann nach einigen Jahren vom Oberligisten EV Füssen zurück. Topscorer der Ostallgäuer ist nach elf Pflichtspielen der 35-jährige Alexander Krafczyk, der immer noch in Top-Form ist und 18 Scorerpunkte erzielen konnte. Auf Platz zwei folgt der 23-jährige Demeed Podrezov, ein gebürtiger US-Amerikaner mit russischem Pass. Nach zehn Spielen kommt er auf 17 Scorerpunkte. Ebenfalls 17 Scorerpunkte hat auch der 40-jährige Tscheche Michal Petrák, der dafür allerdings elf Spiele benötigte. Buchloe ist eine Mannschaft, die den Königsbrunnern traditionell nicht liegt. In der letzten Saison verlor der EHC zuhause mit 1:7 gegen die Pirates. In Buchloe setzte es dann mit 3:4 die nächste Niederlage, am Sonntag will Königsbrunn aber drei Zähler holen.

Der EHC hatte zuletzt mit einigen Ausfällen zu kämpfen, so fehlten unter anderem neben Dennis Tausend Philipp Sander, Leon Steinberger, Goalie Stefan Vajs, Peter Brückner und Nico Baur. Wer von den Spielern wieder im Kader stehen wird, konnte Bobby Linke noch nicht sagen. Er wird die Lücken in der Mannschaft wieder mit DNL-Spielern auffüllen und jungen Eiscracks Spielpraxis geben. Die beiden Gegner vom Wochenende kennt er sehr gut:

„In Kempten hat sich einiges getan, Coach Sven Curmann steht für leidenschaftliches aggressives, aber defensiv stabiles Eishockey. Die Sharks sind ein sehr unangenehmer Gegner, da müssen wir sehr gut aufpassen. Wir müssen da in der Verteidigung sehr gut stehen und gegen diesen eingeschworenen Kontrahenten alles abrufen. Sonntags kommt dann unser gefühlter Angstgegner Buchloe, die haben uns in der letzten Saison zweimal eine Lektion erteilt. Wir werden alles daran setzen, um das Derby für uns zu entscheiden. Die Mannschaft des ESV ist eingeschworen und eingespielt, die absolvieren gerade eine gute Vorrunde. Wir müssen gegen beide Gegner unser bestes Hockey zeigen und weiter Punkte holen.“

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Der zuletzt so starke Leon Steinberger fiel gegen Pfaffenhofen krankheitsbedingt aus, sein Einsatz am Wochenende ist noch fraglich.