Zwei schwere Gegner stehen auf dem Programm

Am letzten Wochenende blieb der EHC Königsbrunn in der Erfolgsspur und holte sich sechs Punkte. Nun warten zwei Prüfsteine auf die Brunnenstädter, am Freitag empfängt die Mannschaft ab 20 Uhr in der heimischen Pharmpur EISARENA die „Wild Lions“ des ERSC Amberg. Am Sonntag trifft der Tabellenzweite dann auswärts auf den Primus der Bayernliga, ab 18 Uhr kommt es zum Spitzenspiel gegen die „Gladiators“ des TSV Erding.

Der ERSC Amberg stand in der Vorsaison nach der Hauptrunde auf dem zweiten Rang hinter Miesbach und zählt auch in dieser Spielzeit zu den Favoriten um die ersten Tabellenplätze. Aktuell belegt die Mannschaft nur den achten Rang und blieb hinter den eigenen Erwartungen. Der Saisonstart in Buchloe war den Wild Lions gelungen, die Pirates wurden klar mit 6:1 geschlagen. Danach blieb der ERSC zuhause gegen Ulm mit 5:2 weiter auf Kurs. Danach folgten allerdings die 3:4 Auswärtsniederlage gegen Klostersee und eine 1:4 Pleite gegen Peißenberg. Die Heimpartie gegen Dingolfing konnte Amberg mit 3:2 für sich entscheiden, doch dann folgten zwei Pleiten gegen Geretsried und Dorfen. Im Kader der Wild Lions kam es zu einigen Umbrüchen, die Nordamerika-Spieler Brett Mennear, Tanner Campbell und Shawn Campbell verließen den Verein. Dafür wechselten gleich drei Spieler vom DEL2-Team der Selber Wölfe nach Amberg. Die Kontingentspieler-Positionen belegen die beiden US-Stürmer Brendan Walkom und Ryan Boucher. Während der 25-jährige Walkom die interne Scorerliste mit elf Punkten anführt, blieb Boucher mit drei Punkten hinter den Erwartungen zurück. In den letzten Jahren machten die Oberpfälzer mit einer sehr starken Defensive und dem überragenden Simon Bätge im Tor den gegnerischen Stürmern das Leben schwer. In der Offensive ist momentan aber Sand im Getriebe. Es ist allerdings nur eine Frage der Zeit, bis der Knoten im Angriff platzt und mehr Treffer fallen. Königsbrunn sollte auf der Hut sein, wenn es gegen einen scheinbar angeschlagenen Gegner geht.

Mit dem Spiel am Sonntag muss der EHC Königsbrunn nun beim Top-Favoriten der Bayernliga antreten. Schon in der letzten Saison zählten die Gladiators zu den gesetzten Teams um die Meisterschaft, doch in den Play-offs musste der TSV viele Ausfälle hinnehmen und schied knapp im Halbfinale gegen Miesbach aus. In dieser Saison will es Erding scheinbar wissen, der Verein holte sich namhafte Verstärkungen aus den höheren Ligen. Aus der Oberliga wechselte Cheyne Matheson und aus der DEL2 Maximilian Forster nach Oberbayern, beide Hochkaräter, die für mehr Qualität in der ohnehin starken Offensive sorgen. In der Defensive legte Erding mit zwei weiteren Spielern aus der Oberliga nach, aus Weiden kam Elia Ostwald und aus Deggendorf Paul Pfenniger. Für die Torhüterposition konnten die Gladiators einen weiteren Top-Transfer vermelden, mit Dimitri Pätzold wechselt ein NHL- und DEL-Goalie von Landshut nach Erding. Schon in den ersten Spielen konnte der ehemalige Nationaltorwart überzeugen und ein Ausrufezeichen setzen. Die Gladiators sind bisher im Soll und haben alle Partien gewonnen, dabei siegte Erding auch gegen Top-Teams der Liga. Gegen Klostersee setzte sich die Mannschaft mit 7:2 durch, in Kempten gewann der TSV mit 3:1. Auch für die aktuell starken Peißenberger setzte es in Erding eine 3:5 Niederlage. In den letzten beiden Partien erzielte die Mannschaft insgesamt 19 Treffer und kassierte nur 4 Gegentore. Mit Königsbrunn hat Erding noch eine Rechnung offen, in den letzten beiden Spielzeiten setzte es viele Niederlagen gegen den EHC, nun soll wieder ein Sieg her. Nach dem bisherigen Saisonverlauf sind die Gladiators nun in der Favoritenrolle und werden mit den zahlreichen Fans im Rücken nur sehr schwer zu schlagen sein.

Die Brunnenstädter können mit fast komplettem Kader antreten, im Sturm fehlt weiterhin der Langzeitverletzte Dennis Tausend und der ebenfalls verletzte Nico Baur. In der Defensive wird Lukas Häckelsmiller wohl noch weiter ausfallen. EHC Coach Bobby Linke hat mit der Mannschaft unter der Woche gut trainieren können, er warnt aber vor beiden Gegnern: „Leider haben wir zuletzt nicht die besten Spiele abgeliefert, sind aber trotzdem auf Tabellenplatz zwei, was für das Team spricht. Wir sind gerade in einer Entwicklungsphase, unsere Gegner sind immer absolut top auf uns eingestellt. Unser Problem ist momentan der Torabschluss. Das braucht Zeit, wir werden weiter daran arbeiten. Positiv ist, dass wir als Mannschaft gewachsen sind und auch Ausfälle kompensieren können. Am Freitag kommt nun mit Amberg einen Gegner, der bisher ebenfalls seine Probleme hatte und bei dem der Knoten noch nicht geplatzt ist. Grundsätzlich ist das eine sehr gute Mannschaft mit sehr erfahrenen und talentierten jungen Spielern. Da müssen wir höllisch aufpassen, gegen uns werden die sicher gut verteidigen und auf Kontersituationen lauern. Am Sonntag bekommen wir es mit dem Top-Favoriten der Bayernliga zu tun. Erding überragt momentan die Qualität in der Bayernliga, im Tor haben sie einen der besten, wenn nicht den besten Goalie der Liga stehen. Der Kader wurde in allen Mannschaftsteilen verbessert. Mit Forster und Matheson im Angriff hat sich Erding Stürmer geholt, die auch in höheren Ligen eine Top-Verstärkung wären. Das wird eine extrem schwere und unangenehme Aufgabe, in Erding zu bestehen. Wer da nicht stabil steht und unkonzentriert ist, wird abgeschossen. Wir müssen von Beginn an gut arbeiten, von der Strafbank wegbleiben und unseren Job machen, dann haben wir auch eine Chance.“

Das Spiel gegen Amberg wird auch als kostenpflichtiger Stream per sprade.tv angeboten, mehr Informationen dazu gibt es auf der Webseite des Vereins zu lesen.

Bildmaterial: https://diz-pix.de

Die Partien zwischen Königsbrunn und Erding wurden immer intensiv und auf Augenhöhe geführt (in schwarz Tim Bullnheimer beim Bully).