Unerwarteter Sieg nach Verlängerung

Einen überraschenden Erfolg feierte der EHC Königsbrunn auswärts gegen den ligenhöheren EV Füssen. Nach einer fairen, aber sehr intensiv geführten Partie waren die Brunnenstädter in Overtime siegreich gegen den Altmeister.
 
In seinem letzten Vorbereitungsspiel nutzte Füssens Coach Thomas Zellhuber die Gelegenheit um seine Reihen zu testen und gönnte Top-Scorer Nikolas Oppenberger eine Pause. Bei Königsbrunn fehlten Lukas Fettinger und Hans-Jörg Traxinger, ansonsten konnte EHC-Trainer Alexander Wedl auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Zu Beginn agierten beide Teams noch recht vorsichtig, erst mit der Zeit erarbeiteten sich die Mannschaften ihre Möglichkeiten. Königsbrunn versteckte sich nicht und nutzte gleich in der vierten Minute das erste Überzahlspiel zum 1:0. Hayden Trupp setzte Patrick Zimmermann gekonnt in Szene, dieser sorgte so für die frühe Führung der Königsbrunner. Füssen zeigte sich davon nicht sonderlich beeindruckt und erarbeitet sich immer wieder Torgelegenheiten, in der 13. Spielminute rettete der Pfosten die Führung der Gäste. Nur eine Minute später vergab der Füssener Angreifer Marvin Schmid freistehend vor Königsbrunns Goalie Markus Kring. Bis Ende des Drittels fielen aber keine Treffer mehr. Auch im zweiten Drittel agierte Königsbrunn wieder aus einer sicheren Defensive heraus und kam erneut zu Möglichkeiten. Füssen zeigte zwar immer wieder gefälliges Kombinationsspiel, konnte aber keinen Profit daraus schlagen. EHC-Goalie Markus Kring war durch Direktschüsse nicht zu bezwingen und lieferte wieder eine tadellose Partie ab. In der 31. Spielminute zappelte der Puck erneut im Füssener Tor, doch der Schiedsrichter erkannte den Treffer wegen Torraumabseits nicht an. Dafür traf Moritz Lieb in der 35. Spielminute, wieder war der EHC in Überzahl und zeigte sich in Torlaune. Füssen reagierte mit wütenden Angriffen, der Königsbrunn produzierte vermehrt Strafzeiten. Der Altmeister hatte dann sogar doppelte Überzahl und schnürte Königsbrunn gnadenlos ein, doch der EHC hatte das Glück des Tüchtigen und rettete sich schließlich in die Pause. Auch im letzten Drittel handelten sich die Brunnenstädter gleich wieder eine Strafzeit ein, der erste Füssener Treffer lag in der Luft. Doch erst in der 51. Spielminute fiel der hochverdiente Anschlusstreffer. Beim EHC machte sich jetzt der Kräfteverschleiß bemerkbar, die Mannschaft hatte sich bis dahin körperlich stark und gnadenlos effizient präsentiert. In der 56. Spielminute fiel dann auch noch das schön herausgespielte 2:2 für die Gastgeber. In der letzten Spielminute hätte der Füssener Angreifer Tobias Meier alles klar machen können, doch auch dieses Mal war Torgigant Markus Kring wieder zur Stelle. Die Entscheidung musste also in der Verlängerung fallen, doch ausgerechnet in eigener Überzahl fing sich der Füssener Goalie Jorde einen Schuss von Henning Schütz ein, der eigentlich ein Befreiungsschlag vor der blauen Linie war. Königsbrunn gewinnt glücklich, aber nicht unverdient gegen Altmeister Füssen. Die Gastgeber zeigten tolles Eishockey, agierten an diesem Abend aber eher glücklos vor dem Tor.
 
Mit seiner Mannschaft war EHC-Coach Alexander Wedl nach der Partie sehr zufrieden: „Das Team hat einen weiteren Schritt nach vorne gemacht, heute haben wir uns gegen einen guten Bayernligisten stark präsentiert. Die Mannschaft hat gefightet und ist kompakt gestanden. Im nächsten Spiel gegen Ulm dürfen wir aber nicht nachlässig werden.“
 
Tore: 0:1 P. Zimmermann (Trupp) (4.), 0:2 Lieb (Streicher) (35.), 1:2 Simon (Schmid) (51.), 2:2 Krötz (Meier) (56.), 2:3 Schütz (64.)
 
Strafminuten: EV Füssen 14 EHC Königsbrunn 18+10 Zuschauer: 300
Der EHC schoss aus allen Lagen und zeigte sich effektiv.
Der Jubel kam zu früh, der Treffer wurde nicht gegeben.
Bisher war Königsbrunns Top-Scorer Patrick Zimmermann in jeder Partie erfolgreich.