Neue Gegner, aber auch höhere Kosten

Für den EHC wird sich in der kommenden Saison einiges ändern. Denn am 28.4. trafen sich die Vereinsverantwortlichen beim bayrischen Eishockeyverband BEV, um unter anderem über eine geplante Neueinteilung der Landesliga zu diskutieren. Statt drei Gruppen wie in der letzten Spielzeit gibt es nur noch zwei in der Vorrunde. Jeweils zwölf Mannschaften treten gegeneinander an, lediglich die ersten fünf qualifizieren sich für die nächste Runde. Dort dürfen sie sich untereinander und mit drei abstiegsgefährdeten Bayernligisten messen. Wer nach dieser Verzahnungsrunde auf einen der ersten drei Plätze steht darf danach künftig in der höchsten bayrischen Spielklasse spielen, der Bayernliga. Für den Zuschauer sind neue Gegner sicher interessant, für den EHC Königsbrunn ist das allerdings mit mehr Kosten verbunden. Denn nun fallen Gegner weg, zu denen alle privat gefahren sind. Statt Kempten, Schongau, Fürstenfeldbruck, Forst und Bad Wörishofen geht es nun nach Franken und Niederbayern. Zwar wären unter anderem Schweinfurt, Dingolfing oder Selb neue und interessante Gegner in einer Vorrunde. Doch durch die zusätzlichen Busfahrten muss auch mit mindestens 8000€ Mehrkosten gerechnet werden. Zudem könnte der ein oder andere berufstätige Spieler freitags nicht rechtzeitig zur Abfahrt am Treffpunkt sein. Auch die späte Rückkehr bei Sonntagsspielen könnte die Mitfahrt einiger Akteure gefährden. Mit dieser geplanten Einteilung zeigten sich die Königsbrunner Verantwortlichen unzufrieden und legten Einspruch ein. Ein weiterer interessanter Punkt beim Treffen war der geplante Ehrenkodex aller Teams bezüglich einer Begrenzung der EU-Ausländer. 22 der 23 anwesenden Vereine waren dafür, nur einer spielte da nicht mit: Burgau will auch weiterhin den Kader so aufwerten, in der letzten Saison waren ja schon einige Slowaken im Team.
 
EHC-Vorstand Marc Streicher hat für diese Haltung keinerlei Verständnis: „Durch die Verpflichtung von billigen EU-Spielern wird dem nachrückenden Nachwuchs die Chance im Erwachsenenbereich zu spielen genommen. Wenn man fünf EU-Spieler verpflichten muss um die zweitniedrigste Spielklasse halten zu können, dann hat man in der Landesliga nichts zu suchen. Dieses Fehlverhalten wird Burgau in der Liga auf jeden Fall zu spüren bekommen, der Verein hat viel Ansehen verloren. Sie versuchten übrigens auch nach der Saison schon einige unserer Spieler mit Geld zu ködern, die hatten aber keine Lust auf so ein Theater.“
 
Die kommende Spielzeit verspricht also interessant zu werden. Königsbrunn hat auch schon den Dauerkartenverkauf für die nächste Saison gestartet. Bestellen kann man direkt beim EHC oder über Herrn Werner Eckel unter 08231-959692. Auch bei den Partnern La Divina und in der Penalty Sportsbar sind diese erhältlich. Die Standardkarte kostet 100€ (80€ ermäßigt), die VIP-Karte 200 (180€ ermäßigt). Dafür bietet diese allerdings noch einen reservierten Sitzplatz und einen Snack plus Getränk bei jedem Heimspiel.
Vorstand Marc Streicher ist von Burgau enttäuscht