Erstes Viertelfinalspiel gegen Schweinfurt

Am Freitag muss der EHC Königsbrunn ab 20 Uhr in heimischer Arena gegen die „Mighty Dogs“ des ERV Schweinfurt antreten. In der ersten von maximal drei Partien geht es um Alles oder Nichts, nur wer zwei Spiele gewinnen kann kommt ins Halbfinale der Landesligisten.
 
Schon in der Vorrunde der Landesliga 1 ließen die Mighty Dogs die Muskeln spielen und sicherten sich ohne Niederlage den Gruppensieg. Doch in der Zwischenrunde lief es nicht ganz so rund für die Gäste, Schweinfurt hatte mit Verletzten zu kämpfen. Der schon ehemals in Königsbrunn aktive 39-jährige Stürmer Zdenec Vanc fiel im Januar für den Rest der Saison aus. Zudem schlief die Konkurrenz nicht und rüstete teilweise massiv auf. So spielte in der Gruppe Bad Kissingen eine große Rolle, mit sechs ausländischen Spielern in den Reihen konnte der Verein die etablierten Teams ärgern und sich den ersten Platz sichern. Doch auch Schweinfurt hat sich wieder verstärkt, so ergänzt nun der 25-jährige tschechische Verteidiger Richard Adam den Kader. Dieser wechselte erst kürzlich vom tschechischen Drittligisten HC Pelhrimov nach Unterfranken und traf schon gegen Amberg. Der wohl gefährlichste Spieler der Gäste ist der Kanadier Dion Campbell, in der Zwischenrunde führte er die Schweinfurter Scorerliste an und dürfte zum Prüfstein für die Königsbrunner Verteidigung werden. Doch auch sonst steckt bei den Mighty Dogs genügend Qualität im Kader. Mit dem angriffsstarken Deutschrussen Alex Andrusovich, dem Tschechen Marc Zajic und dem talentierten Eigengewächs Michele Amrhein haben die auch defensiv sattelfesten Gäste einige brandgefährliche Stürmer im Team. In Königsbrunn wollen die Mighty Dogs den ersten Sieg einfahren und am Sonntag das Halbfinale sichern. Die Chancen dazu stehen nicht schlecht.
 
Denn die Liste der Ausfälle beim EHC Königsbrunn wird immer länger. Neben den Verletzten Alexander Engel, Dominik Zimmermann und Roman Mucha fehlte auch Hans-Jörg Traxinger im Training. Zudem ist neben dem gesperrten Jojo Schierghofer auch noch Moritz Lieb nicht mit dabei. Dieser ist nach seiner zehnminütigen Strafe aus der letzten Partie für das erste Aufeinandertreffen gesperrt. Die ersatzgeschwächten Königsbrunner konnten in den letzten Spielen nur kämpferisch überzeugen, spielerisch fehlte die einstige Leichtigkeit die den Kader auszeichnete. Die Moral stimmt aber, denn die Mannschaft hat schon sehr viel erreicht und konnte für die ein oder andere positive Überraschung sorgen.
 
Vorstand Tim Bertele glaubt an die Chance auf das Halbfinale: „Am Wochenende starten wir in die langersehnten Playoffs. Mit den Mighty Dogs haben wir aus meiner Sicht den härtesten Gegner erwischt, zumal die Schweinfurter die Regeländerung in der Landesliga nutzen und mit drei Ausländern spielen. Wir wollen dem ERV dennoch ein Bein stellen und zeigen, dass es auch mit deutschen Spielern möglich ist weit zu kommen.“
 
Für das Heimspiel wurde in Zusammenarbeit mit dem EV Königsbrunn ein kleines Rahmenprogramm organisiert. Die EHC-Spieler werden von den Kindern aus dem Nachwuchs auf das Eis geleitet, und in einer Drittelpause dürfen die Kleinstschüler in einem Spiel ihr Können zeigen. Zudem haben Frauen und Kinder unter 14 Jahren am Freitag freien Eintritt.
EHC-Trainer Halusa hat mit vielen Ausfällen zu kämpfen und muss seine Reihen erneut umstellen.
Hayden Trupp und Lukas Fettinger sollen für viel Gefahr vor dem Schweinfurter Tor sorgen.
Pascal Rentel bewies in den letzten Partien seine Topform