Kampf um das Heimrecht

Am Wochenende stehen für den EHC Königsbrunn zwei wichtige Partien auf dem Programm, zuerst geht es für die Brunnenstädter am Freitag ab 20 Uhr auswärts gegen die “Pirates” des ESV Buchloe. Das letzte Spiel der Vorrunde folgt dann am Sonntag ab 18 Uhr ebenfalls auswärts bei den “Mighty Dogs” des ERV Schweinfurt. Bei zwei Siegen könnte sich der EHC das Heimrecht für den nächsten Gegner in den kommenden Play-offs sichern.

Ende November traf Königsbrunn im Hinspiel auf Buchloe, damals hatten die Pirates mit 4:3 das bessere Ende für sich. In der Verlängerung sicherte sich der ESV den Zusatzpunkt, Buchloe war in der Partie insgesamt gesehen die bessere Mannschaft. Die Pirates sind eine Mannschaft, die den Königsbrunnern nicht liegt+. Auch in der Vorsaison konnte Buchloe beide Spiele für sich entscheiden und den EHC ärgern. Top-Scorer der Pirates ist der 23-jährige Demeed Podrezov, ein gebürtiger US-Amerikaner mit russischem Pass. in 28 absolvierten Partien konnte er insgesamt 27 Tore erzielen und 23 weitere vorbereiten. Schon im Hinspiel sorgte er für viel Unruhe vor dem Königsbrunner Tor und traf gleich zweimal gegen die Brunnenstädter. Zweitbester Scorer ist der 40-jährige Tscheche Michal Petrak, der in 29 Partien insgesamt 39 Punkte erzielte. Gleich dahinter kommt schon der 21-jährige Felix Schurr mit 36 Punkten aus 25 Begegnungen. Aber auch Alexander Krafczyk und Robert Wittmann wissen, wo das Tor steht. Und mit Maximilian Dropmann steht ein routinierter und höherklassig erfahrener Verteidiger in den Reihen der Ostallgäuer, der offensivstark und immer für ein Tor gut ist. Die Pirates sind ein guter Mix aus sehr erfahrenen und jungen Spielern, die in der Breite gut aufgestellt sind und taktisch diszipliniert spielen. Am Freitag will Buchloe den EHC ein weiteres Mal ärgern, denn für den ESV geht es um nichts mehr, die Mannschaft kann ohne Druck spielen. Bei Königsbrunn sieht das schon anders aus, Ziel ist Platz vier.

Am Sonntag kommt es dann zum erneuten Aufeinandertreffen mit Schweinfurt, ursprünglich war die Partie schon für November angesetzt. Damals hatten die Unterfranken krankheitsbedingt keine spielfähige Mannschaft zur Verfügung, so dass die Partie auf den 4. Februar verschoben wurde. Beim Spiel am letzten Sonntag konnte der EHC Königsbrunn die Partie mit 10:1 für sich entscheiden, allerdings war Schweinfurt nur mit einem Rumpfkader angereist, dem im zweiten Drittel dann die Kräfte schwanden. Topscorer Dylan Hood und Goalie Benedict Rosberg wurden für die nachfolgenden Partien geschont, deswegen ist unklar, ob Schweinfurt am Sonntag mit allen verfügbaren Spielern antreten wird. Der 33-jährige Kanadier Dylan Hood schoss in 24 Partien insgesamt 22 Tore und fehlte den Dogs gegen den EHC. Unter der Woche gab Schweinfurt noch die Verpflichtung von Pavel Bares bekannt, der 21-jährige gebürtige Tscheche mit deutschem Pass spielte bis Mitte Januar beim Landesligisten Vilshofen. Gegen Königsbrunn soll er aber noch nicht zum Einsatz kommen, wie auf der Vereinsseite der Mighty Dogs zu lesen war. In heimischer Eisarena sollte der EHC die Schweinfurter keinesfalls unterschätzen, denn da musste auch schon der TEV Miesbach im Dezember mit einer 4:7 Niederlage die Rückreise antreten.

Auch wenn am letzten Wochenende zwei klare Siege eingefahren werden konnten, darf Königsbrunn keinen der beiden Gegner unterschätzen. EHC-Coach Bobby Linke will sein selbstgestecktes Minimalziel erreichen, Platz vier ist für ihn Pflicht; „Uns steht nun ein hartes Wochenende bevor, wir wollen uns gut für die Play-offs vorbereiten und zwei Siege holen. Allerdings spielen wir am Wochenende gleich zweimal auswärts, das wird schwierig werden. Gegen Buchloe haben wir uns noch nie von unserer besten Seite gezeigt, ich hoffe aber auf eine gute Leistung meiner Mannschaft. Die Pirates dürfen wir im Derby auf keinen Fall unterschätzen. Auch das Spiel in Schweinfurt ist kein Selbstläufer, die Dogs werden ganz anders auftreten und ein anderes Gesicht zeigen. Bei uns ist Stefan Vajs nach seiner Verletzung wieder in der Mannschaft angekommen. Florian Döring wird dafür eine Weile aussetzen müssen. Der Kader füllt sich aber wieder, zudem werden wir erneut einen Förderlizenzspieler einsetzen, da kann der EHC mit drei oder vier Reihen spielen.“

Bildmaterial: https://diz-pix.de

Das Spiel am letzten Sonntag gegen Schweinfurt war hart umkämpft (im Bild in schwarz Mika Reuter im Zweikampf mit Leonardo Ewald).