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Bericht

Rabenschwarzer Freitag für den EHC Königsbrunn

Mit 1:7 verliert der EHC Königbrunn sein Heimspiel gegen die „Pirates“ des ESV Buchloe. Nach gutem Beginn verloren die Brunnenstädter komplett den Faden und am Ende verdient die Partie.

Die Gäste reisten mit 15 Feldspielern an, Königsbrunn startete mit 13. Nicht mit im Aufgebot war der gesperrte David Farny, verletzungsbedingt fehlten Nico Baur, Alexander Strehler und Lukas Häckelsmiller. Dafür kehrten die angeschlagenen Toms Prokopovics, Dennis Tausend und Max Lukes wieder in die Mannschaft zurück. Auf den Rängen waren gefühlt mehr EHC-Spieler als auf dem Eis.

Königsbrunn startete gut in die Begegnung und kontrollierte die Partie aus einer gesicherten Abwehr heraus. Der EHC erarbeitete sich einige Möglichkeiten, scheiterte aber immer wieder am Goalie der Gäste, Johannes Wiedemann zeigte einige starke Paraden und war seiner Mannschaft ein sehr sicherer Rückhalt. In der 17. Spielminute markierte aber Buchloe den ersten Treffer zum 0:1. Markus Vaitl verwertete sträflich freistehend einen Abpraller zur Führung der Gäste. Nur eine Minute später trafen die Pirates erneut, nach Scheibenverlust der Brunnenstädter fälschte Robert Wittmann einen Schuss von Philip Wolf ins Königsbrunner Tor zum 0:2 ab. Danach lief beim EHC nichts mehr wie zuvor, der Treffer zeigte sichtlich Wirkung. Bis zur ersten Pause fielen aber keine weiteren Tore mehr.

Im mittleren Spielabschnitt tat sich der EHC weiterhin schwer, wieder in die Partie zu kommen. Königsbrunn leistete sich zu viele Fehler und hatte Schwierigkeiten im Spielaufbau. Die Gäste waren aggressiver und störten früh. In der 27. Spielminute netzte dann Michal Petrak freistehend zum 0:3 für Buchloe ein, nur drei Minuten später fing sich der EHC sogar das 0:4 ein, Robert Wittmann erzielte am Boden liegend den nächsten Treffer. Königsbrunn schaffte es nicht, die Scheibe aus dem eigenen Drittel zu spielen. In der 34. Spielminute kassierte der EHC dann das 0:5, nur eine Minute sogar noch das 0:6. Königsbrunns Coach Bobby Linke nahm danach eine Auszeit, um seine Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen. In doppelter Überzahl konnte zwar Toms Prokopovics per Direktabnahme noch auf 1:6 verkürzen, doch auch danach fand der EHC keinen Zugriff zum Spiel.

In den letzten 20 Spielminuten lief die Begegnung weiterhin komplett an den Königsbrunnern vorbei, Buchloe traf in der 43. Spielminute erneut und erhöhte auf 1:7. Danach kassierte der EHC einige Strafzeiten, alle nach unnötigen Offensivfouls im gegnerischen Drittel. Doch die Brunnenstädter konnten nicht mehr nachlegen, Buchloe war weiterhin die bessere Mannschaft und kontrollierte bis Spielende die Partie. Am Ende verliert der EHC verdient mit 1:7 gegen die Pirates.

Der EHC Königsbrunn präsentierte sich nach dem ersten Gegentreffer erschreckend schwach, müde und ideenlos, Buchloe war ab diesem Zeitpunkt in allen Belangen überlegen. Die Brunnenstädter haben nun eine Woche Zeit, um ihre Wunden zu lecken und die Akkus wieder zu laden. Nachdem auch die Konkurrenz teilweise Federn ließ, steht der EHC am Ende des 14. Spieltags auf dem dritten Tabellenplatz mit fünf Punkten Abstand auf den ersten Rang, so dass sich der Schaden in Grenzen hält.

EHC-Coach Bobby Linke war nach dem Spiel sichtlich bedient, denn er hatte vor der Begegnung noch vor dem unterschätzten Gegner gewarnt: „Wir sind eigentlich ganz vernünftig gestartet und hatten guten Zugriff auf Buchloe, verbauen uns aber die Partie durch zwei individuelle Fehler. Danach sind wir nur hinterher gelaufen und haben den Gegner aufgebaut. Die Pirates haben dann ein sehr starkes Spiel gemacht, bei denen ist alles gelaufen, bei uns jedoch nichts. Wir haben noch versucht, an einigen Stellschrauben zu drehen, aber nichts hat da die Wende gebracht. Es kam einfach keine Reaktion von der Mannschaft. Wir waren schläfrig und zu weit vom Gegner weg, hatten keinen Zugriff und haben keinen Check zu Ende gefahren. Unsere Goalies tun mir leid, die mussten auffangen, was wir als Mannschaft nicht geschafft hatten. Die Jungs wissen aber selbst, was sie falsch gemacht haben, diese Niederlage tut uns weh und wir sind nun unsanft auf dem Boden gelandet. Jeder muss jetzt Verantwortung übernehmen, wir müssen auch wieder besser trainieren. Am nächsten Wochenende gilt es eine Reaktion zu zeigen, das heutige Spiel müssen wir abhaken.“

Tore: 0:1 Vaitl (M. Schorer, Krafczyk) (17.), 0:2 R. Wittmann (Wolf) (18.), 0:3 Petrak (Krafczyk, Vaitl) (27.), 0:4 R. Wittmann (Schurr, Wolf) (30.), 0:5 Schurr (Krafczyk, M. Schorer) (34.), 0:6 Amort (C. Wittmann) (35.), 1:6 Prokopovics (Beslic) (38), 1:7 Krafczyk (Petrak, Vaitl) (43.)

Strafminuten: EHC Königsbrunn 8 ESV Buchloe 8 Zuschauer: 333

Gästegoalie Wiedemann wurde nach dem Spiel zum besten Spieler seiner Mannschaft gewählt (in weiß Toms Prokopovics)
Die Freude nach dem Treffer von Toms Prokopovics hielt sich in Grenzen, die Partie war längst entschieden.