Saisonstart gegen einen Hochkaräter

Am Freitag startet der EHC Königsbrunn nach einigen Testspielen in die Punkterunde der Bayernliga. Ab 20 Uhr geht es dann in heimischer Eisarena gegen den Traditionsverein EHC Klostersee.

Königsbrunns erster Vorstand Tim Bertele ist froh, dass die Saison nach so viel Arbeit und Planung endlich beginnt: „Wir freuen uns, dass es endlich losgeht. Die Vorbereitungsphase mit sechs Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage verlief durchwegs positiv. Mit Klostersee kommt für mich ein Geheimfavorit zum Saisonauftakt nach Königsbrunn. Man hatte dort während der Corona-Pause aufgrund des halboffenen Stadions fast durchgängig Eis. Denn Hallensport war wegen der Pandemie nicht erlaubt, was ja die Arena des Vereins nicht betraf. Wir müssen am Freitag alles abrufen, wollen wir als Sieger vom Eis gehen. Dazu hoffe ich auf zahlreiche Fans im Stadion, um unsere Mannschaft zu unterstützen.“

Die bisher allesamt sehr unterhaltsamen und schnellen Partien der letzten Jahre gegen den EHC Klostersee wurden immer mit einer gesunden Härte geführt. Die Gäste aus Grafing zählen immer zu den Top-Favoriten um Platz 1, der Verein profitiert von seiner hervorragenden Nachwuchsarbeit. Die meisten Akteure haben ihr Handwerk beim EHC Klostersee erlernt, darunter Spieler wie Raphael Kaefer, Nicolai Quinlan, Gennaro Hördt oder Bernd Rische. Der Kader wurde mit viel Sorgfalt und Konstanz aufgebaut. Seit 2016 trainiert Headcoach Dominik Quinlan die erste Mannschaft des Grafinger Vereins und konnte bisher in jeder Spielzeit eine schlagkräftige, in der Breite sehr gut aufgestellte Mannschaft präsentieren. Der wohl bekannteste Akteur in den Reihen der Grafinger dürfte der inzwischen schon 47-jährige ehemalige AEV-Profi Bob Wren sein. Neu im Kader um Kapitän Bernd Rische ist der 25jährige Kanadier Lynnden Pastachak, der in der Vorbereitung schon seine ersten Punkte erzielen konnte und bisher einen sehr guten Eindruck hinterließ. Von den sieben Testspielen entschieden die Grafinger fünf Partien für sich. Lediglich gegen Waldkraiburg und zuletzt Pfaffenhofen musste sich die Mannschaft geschlagen geben, mit einem Sieg gegen Königsbrunn soll nun am Freitag der perfekte Start in die Saison gelingen.

Der EHC Königsbrunn kann mit fast komplettem Kader antreten, nur Nico Baur muss noch seine Verletzung aus dem Spiel gegen Germering auskurieren. Goalie Donatas Žukovas stieg unter der Woche wieder mit ins Training ein, zuletzt fiel er aufgrund einer Erkrankung aus und wird gegen die Gäste das Tor der Brunnenstädter hüten. Im Training stand er wieder auf dem Eis.

Königsbrunns Coach Andy Becher gibt sich zuversichtlich: „Die Vorbereitung ist beendet, rein von den Ergebnissen können wir ein positives Fazit ziehen. Dennoch gibt es bis zum Start am Freitag noch einige Dinge zum Aufarbeiten, damit wir auch gut in die Saison starten können. Wir haben am ersten Wochenende nur ein Spiel auf dem Programm, da gilt es dann über 60 Minuten das Tempo hochzuhalten und druckvoll zu agieren.“

Der Verein weist darauf hin, dass beim Heimspiel maximal 999 Zuschauer erlaubt sind und im Stadion die 3G-Regel beim Einlass gilt. In der Eishalle sind Masken Pflicht, zum Essen und Trinken dürfen diese aber abgenommen werden. Der EHC Königsbrunn bittet aufgrund dieser Auflagen um frühzeitiges Erscheinen.

Das Spiel wird auch als Stream kostenpflichtig per sportdeutschland.tv angeboten, mehr Informationen dazu gibt es auf der Webseite des Vereins zu finden.

https://sportdeutschland.tv/ehc-koenigsbrunn/ehc-koenigsbrunn-vs-ehc-klostersee

Im letzten Spiel traf Max Arnawa gleich doppelt.
Nach dem Ausfall von Donatas Žukovas konnte sich Goalie Dominic Guran für weitere Einsätze empfehlen.
Zuletzt fehlte Philipp Sander gegen Burgau, beim ersten Punktspiel ist er wieder dabei.