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Bericht

Keine Punkte gegen den Tabellenführer

Mit 2:4 verliert der EHC Königsbrunn sein Heimspiel gegen „die Löwen“ des EHC Waldkraiburg. Dabei machte der 41-jährige Tscheche Josef Straka, ein ehemaliger Nationalspieler, den Unterschied.

Im Gegensatz zum Freitagsspiel gegen Dorfen war der gesperrte Moritz Lieb wieder von der Partie. Dafür fehlten Königsbrunns Coach Schedlbauer neben den Langzeitverletzten auch noch Henning Schütz und der immer noch gesperrte Hayden Trupp.

Doch die Königsbrunner Mannschaft präsentierte sich von Anfang an spielfreudig und mit viel Zug zum Tor. Die Spieler knüpften nahtlos an die gute Leistung vom Dorfen-Match an. Von den Gästen war zunächst nicht allzuviel zu sehen. Das sollte sich aber schnell ändern, denn Königsbrunn kassierte nach gut vier Spielminuten eine erste Strafzeit. Beim Überzahlspiel demonstrierten die Löwen ihre ganze Klasse und machten mächtig Druck. Beim 1:0 für die Gäste war Königsbrunns Keeper Hetzel chancenlos als zwei Gegenspieler völlig frei vor seinem Tor auftauchten. Doch die Brunnenstädter zeigten sich zunächst unbeeindruckt und erarbeiteten weitere Torchancen. Waldkraiburg war aber zu jedem Zeitpunkt brandgefährlich, vor allem die schnellen Gegenstöße mit gleich zwei Stürmern setzten die Königsbrunner Defensive vor massive Probleme. Doch auch Königsbrunn kam immer wieder vor das Tor der Gäste, und in der 12. Spielminute traf dann Julian Becher zum verdienten Ausgleich. Bis zum Drittelende fielen zwar keine weiteren Treffer, die Zuschauer sahen trotzdem ein schönes und schnelles Spiel.

Im mittleren Spielabschnitt schalteten beide Teams scheinbar einen Gang runter, denn die Partie plätscherte vor sich ohne zwingende Chancen auf beiden Seiten. Als Josef Straka nach einer abseitsverdächtigen Situation seinen Alleingang zum 2:1 abschloss, wachten die Brunnenstädter auf und generierten nun einige Torchancen, blieben aber im Abschluss zu harmlos. Mit der knappen Führung der Gäste ging es dann in die letzte Pause.

Königsbrunn startete stark in die letzten 20 Spielminuten, schaffte es aber weiterhin nicht, einen weiteren Treffer zu erzielen. Dafür trafen die Gäste erneut, wieder war Josef Straka Torschütze. Bei seinem abgefälschten Treffer war Königsbrunns Goalie Hetzel erneut chancenlos. Die Gäste zeigten nun ihre wohl stärkste Phase, bei den Brunnenstädtern war scheinbar die Luft raus. Erst als Waldkraiburg in Unterzahl geriet, war Königsbrunn wieder da. Sechs Minuten vor Spielende war es erneut Julian Becher, der zum Anschlusstreffer der Brunnenstädter einschoss. Königsbrunn erarbeitete sich weitere gute Chancen, konnte aber den Wirkungstreffer zum Ausgleich nicht setzen. Als Coach Schedlbauer kurz vor Spielende seinen Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Platz nahm, ging der Schuss nach hinten los. Routinier Straka kam in Puckbesitz und schoss gekonnt zum 4:2 Endstand für die Löwen ein.

Königsbrunn verliert somit gegen die bisher beste Gastmannschaft, kann aber trotzdem positiv nach vorne blicken. Erneut hatte man lange Zeit alle Möglichkeiten gegen den Tabellenersten und scheiterte nur knapp. Allerdings verletzte sich Maxi Hermann während des Spiels an der Hand, noch ist unklar wie lange er fehlen wird. Waldkraiburg wird seiner Favoritenrolle gerecht und gewinnt dank Josef Straka verdient mit 4:2.

EHC-Coach Peter Schedlbauer hatte trotz Niederlage nicht viel zu kritisieren: „Wir haben heute ein gutes Spiel gegen einen bärenstarken Gegner gemacht. Gegen so eine Mannschaft gewinnst du nur, wenn du auch deine Tore machst. Wir haben heute zu viel liegenlassen. Waldkraiburg war läuferisch sehr stark, das hat auch einen Unterschied gemacht.“

Tore: 0:1 Wagner (Trox, Jeske) (6.), 1:1 Becher (Sramek, Baur) (12), 1:2 Straka (Wagner) (31.), 1:3 Straka (Jeske, Wagner) (47.), 2:3 Becher (Zimmermann, Sramek) (54.), 2:4 Straka (empty net goal) (60.)

Strafminuten: EHC Königsbrunn 6 EHC Waldkraiburg 6 Zuschauer: 389

Maxi Hermann (rechts in schwarz) verletzte sich während der Partie und wird auf unbestimmte Zeit ausfallen.
Josef Straka (in gelb) lässt Nico Hetzel keine Chance und netzt zur 2:1 Führung für Waldkraiburg ein.
Nach dem Anschlusstreffer zum 2:3 war für Königsbrunn noch alles möglich.