Königsbrunn bleibt auch in Amberg siegreich
Am Sonntagabend legte der EHC Königsbrunn einen Fehlstart gegen die Wild Lions des ERSC Amberg hin, schon in der ersten Minute lagen die Brunnenstädter zurück. Doch die Mannschaft von Coach Bobby Linke fing sich wieder und ging am Ende mit einem 5:2 Erfolg als verdienter Sieger vom Eis.
Beim EHC kehrte der zuvor gesperrte Tim Bullnheimer in den Kader zurück, Clay Ellerbrock fehlte aber aufgrund seiner Verletzung weiterhin. In der Defensive fehlte Routinier Marc Streicher. Dennoch konnte Königsbrunn mit vier Reihen antreten, Amberg hingegen nur mit zwei. Vom Anpfiff an stand Benni Beck im Tor der Brunnenstädter, als Backup war Joshua Appler mit angereist.
Dabei starteten die Hausherren besser in die Partie, gleich in der ersten Minute nutzten die Wild Lions einen Scheibenverlust der Königsbrunner in der offensive Zone, konterten den EHC eiskalt aus und trafen schon nach 36 Sekunden zum 0:1 aus Sicht der Brunnenstädter. Nur zwei Minuten später konnte Königsbrunn aber ausgleichen, im gegnerischen Drittel spielte Nico Baur von der Bande zu Lion Stange, der schon vor dem Tor lauerte und die Scheibe gedankenschnell zum 1:1 in den Kasten der Amberger einschob. Es blieb turbulent, denn in der dritten Spielminute trafen die Gastgeber zur erneuten Führung. Nach Scheibenverlust versenkte Brendan Walkom bei seinem Alleingang den Puck im Königsbrunner Tor. Der EHC fand aber die passende Antwort, in der sechsten Minute fiel der 2:2 Ausgleich in Überzahl. Nachdem sich Königsbrunn im gegnerischen Drittel festgespielt hatte, spielte Marco Sternheimer den auf der rechten Seite stehenden Niklas Länger an, der das Tor per Direktabnahme erzielte. Gleich danach hatte der EHC die nächste dicke Chance, die Brunnenstädter waren nun endgültig in der Partie angekommen und hatten mehr Spielanteile. In der 16. Spielminute spielte Tim Bullnheimer nach Scheibeneroberung quer auf den links freistehenden Peter Brückner, der die Scheibe dann zur 3:2 Führung für den EHC ins Tor ablenkte. Bis zur ersten Pause fielen aber keine weiteren Treffer mehr.
Königsbrunn startete in Unterzahl in das Mitteldrittel. Doch Amberg hatte Probleme, sich im gegnerischen Drittel festzusetzen und blieb zu harmlos im Überzahlspiel. Der EHC hatte sogar die Chance auf einen Shorthander, verpasste es aber, den Vorsprung auszubauen. Die Brunnenstädter standen nun defensiv besser und schienen die Partie eher zu verwalten, Amberg hatte aber auch noch ein paar Pfeile im Köcher und kam zu guten Gelegenheiten. In der 36. Spielminute jubelten die Amberger Fans, als die Scheibe im Königsbrunner Tor lag, der Treffer wurde aber nicht gegeben, da Goalie Benni Beck die Scheibe schon unter seiner Fanghand begraben hatte und diese dann weggestochert wurde. Nach einem torlosen, eher ereignisarmen Mittelabschnitt ging es ein letztes Mal in die Kabinen.
Nach dem Pausentee warf Amberg nochmal alles nach vorne, bleib aber zu harmlos in den Abschlüssen. Königsbrunn verteidigte gut und konterte die Wild Lions in der 46. Spielminute eiskalt aus. Tim Bullnheimer bediente erneut Peter Brückner mit einem feinen Diagonalpass, den der freistehende Brückner dann zur 4:2 Führung einnetzte. Die Zeit lief gegen die Gastgeber, denen langsam die Kräfte ausgingen. In Überzahl blieben die Wild Lions zu harmlos und konnten sich kaum festsetzen. Königsbrunn spielte das Drittel herunter, ohne unnötige Risiken einzugehen. Kurz vor Spielende nahm der Amberger Coach nach einer Auszeit den Goalie vom Eis und brachte dafür einen weiteren Feldspieler. Doch Benni Beck hielt seinen Kasten sauber und nach Scheibenverlust der Amberger lief der Konter auf das leere Tor. Kurioserweise war es ein Amberger Spieler, der unter Druck an der Bande im eigenen Drittel die Scheibe wegspielte und dabei das 5:2 erzielte. Damit war die Partie endgültig gelaufen, Königsbrunn holte sich am Ende weitere drei Punkte und bleibt damit weiter Tabellenführer.
Nach 60 Spielminuten gewannen die Brunnenstädter etwas mühsam, aber verdient gegen den ersatzgeschwächten ERSC Amberg. EHC-Trainer Bobby Linke konnte sich nach dem Spiel über die Punkteausbeute freuen: „Es war von Beginn an ein wildes Spiel, gleich im ersten Wechsel kassieren wir ein Tor. Ein leichter Gegentreffer aufgrund eines individuellen Fehlers. Amberg hat ja auch gute Spieler, die darfst du nicht in die Partie kommen lassen. Da haben wir uns überrumpeln lassen. Nach dem Ausgleich bekommen wir postwendend das Gegentor, wir sind danach wieder dem Spiel hinterhergerannt. Doch nach dem Ausgleich sind wir in Führung gegangen und standen nach dem ersten Drittel gut da. Wir wollten dann im zweiten Abschnitt defensiv besser spielen, haben dafür aber unsere Offensive vernachlässigt. Das war zu verspielt, kompliziert, Amberg hat im Haus gut und kompromisslos verteidigt. Im letzten Abschnitt haben wir es aber konzentriert und strukturiert zu Ende gespielt. Es war kein schönes, aber dafür effektives Spiel. Am Ende des Tages zählt das Ergebnis, auch wenn Amberg das heute sehr gut gespielt und gut verteidigt hat. Mich freut es, dass Benni Beck im Tor heute so eine starke Leistung abgeliefert hat.“
Tore: 1:0 Schröpfer (Gardiner, Walkom) (1.), 1:1 Stange (Baur, Riedl) (3.), 2:1 Walkom (Gardiner, Schröpfer) (3.), 2:2 Länger (Sternheimer, Erdt) (6.), 2:3 Brückner (Bullnheimer, Baader) (16.), 2:4 Brückner (Bullnheimer, Weißenhorn) (46.), 2:5 Kaiser (59. ENG)
Strafminuten: ERSC Amberg 12 EHC Königsbrunn 12 Zuschauer: 571
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