Königsbrunn holt sich den ersten Sieg im Finale

Mit 4:1 gewinnt der EHC Königsbrunn am Freitagabend das erste Finalspiel gegen die „Mighty Dogs“ des ERV Schweinfurt und führt nun mit 1:0 Siegen in der Best-of-Seven Serie. In der äußerst fair geführten Partie auf Augenhöhe hatten die Brunnenstädter dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung, der höheren Effizienz und mit Stefan Vajs im Tor das bessere Ende für sich.

Der EHC trat in der Partie mit fast dem gleichen Kader wie schon gegen Dingolfing an, Marco Sternheimer kehrte nach seinem schlimmen Unfall endlich wieder in die Mannschaft zurück. Coach Bobby Linke setzte auf bewährte Reihen in der Aufstellung. Im Königsbrunner Tor stand von Beginn an Routinier Stefan Vajs, als Backup saß Benni Beck auf der Bank.

Der EHC startete gut in die Partie und mit Zug nach vorne. Königsbrunn hatte zunächst mehr vom Spiel und brachte viele Scheiben vor das Tor der Gäste. Hochkarätige Chancen waren aber Mangelware. In der elften Spielminute hatten die Hausherren eine Topchance, die zwar folgenlos blieb, doch nur Sekunden später fiel der erste Treffer für Königsbrunn. Tobias Baader tankte sich auf der linken Seite bis vor das Schweinfurter Tor, legte sich die Scheibe auf die Rückhand und netzte zur 1:0 Führung ein. Die Mighty Dogs fanden aber die passende Antwort und glichen nur zwei Minuten später aus. In der 17. Spielminute traf dann Rückkehrer Marco Sternheimer zur erneuten Führung. Hinter dem Tor stehend nahm er die Scheibe an, fuhr vor das Tor und schlenzte den Puck zum 2:1 ins lange Eck. Gleich im Gegenzug hatten die Gäste eine Großchance, die jedoch ohne Zählbares blieb. Bis Drittelende fielen keine weiteren Tore mehr.

Im Mitteldrittel blieb es ein temporeicher Kampf auf Augenhöhe, beide Mannschaften kamen zu guten Torchancen. In der 23. Spielminute rettete der Pfosten die Königsbrunner, zwei Minuten später hatten die Hausherren eine sehr gute Gelegenheit zum nächsten Treffer. Den gab es aber in der 26. Spielminute zu sehen, als sich Lion Stange rechts von der gegnerischen blauen Linie bis vor das Tor durchschlängelte, seinen Gegenspieler austanzte und mit gutem Auge zum 3:1 einnetzte. Schweinfurt drängte auf den Anschlusstreffer, in der 29. Spielminute kamen die Gäste zu einigen guten Gelegenheiten. Goalie Stefan Vajs behielt aber die Kontrolle und entschärfte die Situation. Königsbrunn zog eine erste Strafzeit, die Mighty Dogs erhöhten nun den Druck in den nächsten Minuten. Statt dem Anschlusstreffer für Schweinfurt fiel aber das 4:1 für die Hausherren. In der 37. Spielminute gewann Clay Ellerbrock das Bully im gegnerischen Drittel, blieb im Scheibenbesitz und traf unbedrängt ins gegnerische Gehäuse. Kurz vor dem Pausenpfiff kam Ellerbrock zur nächsten Topchance, ein weiterer Treffer wollte aber nicht mehr fallen.

Vor dem letzten Spielabschnitt wechselten die Mighty Dogs ihren Goalie, statt Benedict Rossberg stand nun Leon Pöhlmann im Tor. Die Gäste standen jetzt vor der schweren Aufgabe, drei Treffer aufzuholen, die Uhr lief gegen Schweinfurt. Doch Königsbrunn blieb defensiv stabil, kam zu weiteren Kontern und ließ kaum Chancen zu. In der 47. Spielminute hatte Stefan Rodrigues den nächsten Königsbrunner Treffer auf dem Schläger, doch der Schweinfurter Goalie war auf der Hut. Ein weiteres Überzahlspiel konnten die Gäste nicht nutzen, der EHC verwaltete die Führung und spielte viel Zeit von der Uhr. In den letzten Spielminuten zogen die Mighty Dogs noch den Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers, bis Spielende fielen aber keine weiteren Treffer mehr.  

Königsbrunn geht damit verdient in der Serie mit 1:0 Siegen in Führung, doch Schweinfurt kann am Sonntag im eigenen Stadion und vor heimischer Kulisse ausgleichen. EHC-Coach Bobby Linke war nach dem Spiel zufrieden mit dem Ergebnis, fand aber auch Grund zu Kritik: „Wir hatten heute von Beginn an guten Zugriff auf das Spiel und viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Du kannst aber nicht alles kontrollieren, Schweinfurt ist eine sehr gute Mannschaft. Die spielen schnell nach vorne und wenn du nicht aufpasst, entstehen gefährliche Situationen. Im ersten Drittel haben wir das ganz gut gemacht, im zweiten Abschnitt wollten wir noch kompakter verteidigen. Da haben zu viele individuelle Fehler zu gefährlichen Umständen geführt. Stefan Vajs hat uns aber komplett im Spiel gehalten und einen überragenden Job gemacht. Wir hatten das Glück auf unserer Seite und machten dann wichtige Treffer in Situationen, wo Schweinfurt am Drücker war. Das war der Dosenöffner in der Partie, mit dem Vorsprung haben wir das letzte Drittel gut über die Zeit gebracht. Am Ende des Tages steht der erste Sieg, den nehmen wir gerne mit. Wir wissen aber auch, dass wir noch Luft nach oben haben. Am Sonntag wird Schweinfurt ein anders Gesicht zeigen und sich den heimischen Fans ganz anders präsentieren. Bis dahin müssen wir uns regenerieren, ein paar Jungs sind nach einer langen Saison leider angeschlagen. Ich hoffe auf ein weiteres schönes Spiel, beide Mannschaften sind bemüht, gutes Eishockey zu spielen.“

Tore: 1:0 Baader (Bullnheimer, Streicher) (11.), 1:1 Cermak (Pohl, Homjakovs) (13.), 2:1 Sternheimer (Turcotte) (17.), 3:1 Stange (Riedl, Szegedin) (26.), 4:1 Ellerbrock (Riedl, Trupp) (37.)

Strafminuten:  EHC Königsbrunn 6     ERV Schweinfurt 4     Zuschauer: 1114

Bildmaterial: https://diz-pix.de/

Beide Mannschaften zeigten eine Partie auf Augenhöhe. (im Bild Hugo Turcotte in schwarz/rot im Zweikampf mit Kristers Donins)