Verdienter Heimsieg für den EHC Königsbrunn

Nach dem eher mäßigen Auftritt vom letzten Wochenende konnte der EHC Königsbrunn am Freitagabend überzeugen und sich mit einem 4:3 Erfolg gegen die Miners Peißenberg den zweiten Sieg in der Serie Best-of-Seven holen. Die Brunnenstädter führen nun im Viertelfinale mit 2:1 und sind jetzt wieder im Soll.  

Königsbrunn lief bis auf die Langzeitverletzten Luca Kinzel und Moritz Weißenhorn mit dem kompletten Kader auf, die Miners waren mit drei Reihen angetreten. Im Tor stand von Beginn an Stefan Vajs, als Backup hielt sich Joshua Appler bereit.

Das Spiel begann wie erwartet turbulent, die erste Chance hatten die Gäste schon in der ersten Spielminute, doch auch Königsbrunn kam kurz danach zu einer guten Gelegenheit. EHC-Coach Bobby Linke hatte die Reihen vor der Partie neu sortiert, was dem Spiel der Brunnenstädter sichtlich neue Impulse gab. In der hochintensiven Partie zweier Top-Teams brachte der EHC deutlich mehr Scheiben vor das gegnerische Tor als in den beiden Spielen zuvor. Königsbrunn erarbeitete sich ein Chancenplus, verpasste es aber zu treffen. In der 8. Spielminute hatte Johan Lorraine eine gute Gelegenheit, danach hatte Stefan Rodrigues den ersten Treffer auf dem Schläger. Nur eine Minute später vergab Marco Riedl alleinstehend vor dem Peißenberger Goalie Xaver Nagel. Und in der 13. Spielminute verhinderte nur der Pfosten die Königsbrunner Führung, der EHC betrieb Chancenwucher. Bis zur ersten Pause wollte kein Tor fallen, ehe es ein erstes Mal in die Kabinen ging.

Der EHC startete gut ins Mitteldrittel und hatte in der 23. Spielminute eine Riesenchance durch Lion Stange, nur eine Minute später hatten jedoch die Gäste in Unterzahl die Möglichkeit auf einen Shorthander durch Ryan Murphy, den der Königsbrunner Goalie Stefan Vajs aber entschärfen konnte. Der erste Treffer fiel in der 25. Spielminute, in Überzahl konnte Tim Bullnheimer einen Rebound verwerten und aus spitzem Winkel zur 1:0 Führung einnetzen. Am Freitag, den 13. dauerte es gerade mal 13 Spielsekunden, ehe der Puck erneut im Peißenberger Gehäuse zappelte. Johan Lorraine tankte sich von der Mittellinie aus bis zum gegnerischen Tor durch und versenkte die Scheibe im langen Eck zum 2:0. In der 33. Spielminute zog Marc Streicher mal einfach von der blauen Linie ab, der platzierte Schuss wurde dann noch von einem Peißenberger Spieler zum 3:0 ins Tor abgelenkt. Eine Minute später hatte Peter Brückner noch die Riesenchance auf den vierten Königsbrunner Treffer, den Schlusspunkt im Drittel setzten dann aber die Miners. In doppelter Überzahl traf Dejan Vogl in der 40. Spielminute zum 3:1 Anschlusstreffer.

Im letzten Spielabschnitt blieb es ein heißer Tanz mit Peißenberg, die Gäste zeigten sich noch lange nicht geschlagen. Doch Königsbrunn blieb konzentriert und hatte in der 44. Spielminute eine Druckphase mit vielen guten Chancen. In der 49. Spielminute legte Königsbrunn das 4:1 nach, gleich nach Bullygewinn landete der Puck bei Marco Sternheimer, der die Scheibe mit Wucht aus spitzem Winkel ins Tor zimmerte. Königsbrunn blieb die spielbestimmende Mannschaft und drängte in der 53. Spielminute auf den nächsten Treffer, nur zwei Minuten später verfehlte Marco Sternheimer das leere Tor. Der EHC war aber kurz vor Spielende deutlich weniger konzentriert, was sich fast gerächt hätte. Die Miners gaben nochmal alles und erzielten in der 59. und 60. Spielminute noch jeweils einen Treffer, der Zug war aber längst abgefahren. Mit Leidenschaft, Teamspirit und dem unbedingten Willen zum Sieg konnten die Brunnenstädter die Partie mit 4:3 für sich entscheiden.

Der EHC Königsbrunn hat am Freitag ein deutlich anderes Gesicht gezeigt und steht am Ende als hochverdienter Sieger fest. EHC-Coach nennt Gründe für diesen Erfolg: „Nach dem letzten Wochenende haben wir einiges umgestellt. Es war eine neue Spritzigkeit da und eine positive Energie, das Zusammenspiel war kreativer. Wir sind gut ins Spiel gestartet und mussten auf der Hut sein, Peißenberg war immer gefährlich in den Kontersituationen. Am Ende des ersten Drittels hatten wir ein Chancenplus und einige richtig gute Möglichkeiten, die wir aber nicht nutzen konnten. Im zweiten Drittel haben wir uns für die harte Arbeit belohnt, leider ist das kurz vor Schluss nochmal knapp geworden. Die letzten beiden Minuten darf so etwas nicht passieren, das muss man ansprechen. Da hatten wir zwei, drei Gänge zurückgeschaltet, waren unkonzentriert und nicht mehr so frisch. Am Ende war das ein sehr gutes Spiel meiner Mannschaft. Kämpferisch und spielerisch war es deutlich besser. Am Sonntag müssen wir mit dem gleichen Selbstvertrauen auftreten, und mit breiter Brust den nächsten Sieg einfahren.“

Tore: 1:0 Bullnheimer (Länger, Sternheimer) (25.), 2:0 Lorraine (Erdt, Streicher) (25.), 3:0 Streicher (33.), 3:1 Vogl (Parrish, Hörndl) (40.), 4:1 Sternheimer (Lorraine) (49.), 4:2 Lautenbacher (Vogl, Haloda) (59.), 4:3 Vogl (Klein, Murphy) (60.)

Strafminuten:  EHC Königsbrunn 12     Peißenberg 14     Zuschauer: 1104

Bildmaterial: https://diz-pix.de/

Johan Lorraine zeigte wieder eine starke Partie, erzielte einen Treffer und gab eine Torvorlage.