Königsbrunn erobert sich die Tabellenführung zurück
Nach dem sehr deutlichen Sieg vom Freitag kann der EHC Königsbrunn sich auch beim Tabellenersten, den Schweinfurter „Mighty Dogs“, mit 3:2 durchsetzen. Vor der starken Kulisse mit 1723 Zuschauern hatten die Brunnenstädter nach intensiven 60 Spielminuten das bessere Ende für sich.
Beide Kontrahenten konnten mit reduziertem Kader, aber dennoch drei kompletten Reihen antreten. Die Brunnenstädter mussten allerdings auf Stefan Vajs, Joshua Appler, David Farny, Peter Brückner, Hayden Trupp, Leon Bakos und Luca Wiendl verzichten. Im Königsbrunner Tor stand von Beginn an Benni Beck, als Backup war Robin Rieger von der 1b mitgereist.
Von Beginn an entwickelte sich eine temporeiche Partie zweier Topteams der Liga. Die erste gute Chance hatten die Gastgeber in der dritten Spielminute, Zählbares sprang aber nicht dabei heraus. Danach hatte der ERV Schweinfurt ein erstes Mal in Überzahl die Gelegenheit, in Führung zu gehen. Die Mighty Dogs machten mächtig Druck, doch der EHC verteidigte leidenschaftlich, zudem zeigte Keeper Benni Beck eine Klassepartie und entschärfte einige Schüsse, die auf sein Tor kamen. Den ersten Treffer erzielte aber Königsbrunn, nachdem die Brunnenstädter ins gegnerische Drittel drängten, fälschte Clay Ellerbrock den Schuss von Niklas Länger zur 1:0 Führung ins gegnerische Tor ab. Doch Schweinfurt zeigte sich unbeeindruckt und spielte konsequent weiter. Kurz vor der Pause hatten die Gastgeber nochmal eine Druckphase, doch die Königsbrunner Defensive hielt dicht, so dass es mit der 1:0 Führung ein erstes Mal in die Kabinen ging.
Im mittleren Spielabschnitt blieb es eine Partie auf Augenhöhe. Der EHC verteidigte gut und lauerte auf Fehler. In Unterzahl hatten die Königsbrunner sogar Chancen auf ein weiteres Tor. Die Gastgeber drängten weiter nach vorne und kamen immer wieder ins Drittel der Königsbrunner. In der 31. Spielminute fiel dann der Ausgleich, ein Schuss von der Blauen per Direktabnahme landete zum 1:1 im Tor der Brunnenstädter. Es war ein Wirkungstreffer, die Hausherren waren nun am Drücker, der EHC verlor ein wenig den Faden. Nur zwei Minuten später legten die Mighty Dogs sogar das 1:2 nach und gingen ein erstes Mal in Führung. Königsbrunn kam nur noch selten vor das gegnerische Tor, verteidigte aber weiterhin mit Herzblut und verhinderte weitere Treffer der Schweinfurter. Bis zur letzten Pause fielen aber keine weiteren Tore mehr.
Ein Tor Führung ist nichts im Eishockey, es war noch alles drin für Königsbrunn. Der EHC hatte gleich zu Drittelbeginn Überzahlspiel, das zwar ohne Torerfolg blieb, doch die Brunnenstädter hatten wieder mehr Zugriff auf die Partie. Schweinfurt kam weiterhin immer wieder ins Drittel der Brunnenstädter, doch in der 46. Spielminute gelang Königsbrunn der Ausgleich. Ein Schuss von Lion Stange von der rechten Seite landete zum 2:2 im Tor der Schweinfurter. In der 48. Spielminute hatte der EHC gute Einschussmöglichkeiten, doch auch die Gastgeber verteidigten mit Leidenschaft und verhinderten einen weiteren Treffer der Brunnenstädter. Es war wieder ein Spiel auf Augenhöhe, in der 53. Spielminute hatten die Mighty Dogs eine Top-Chance, den nächsten Treffer setzte aber der EHC im Gegenzug. Dominic Erdt stürmte auf der linken Seite ins gegnerische Drittel, fasste sich ein Herz und zog einfach mal aus spitzen Winkel zum 3:2 ins Kreuzeck ab. Die Zeit lief nun gegen die Gastgeber, die alle Kräfte nach vorne warfen, jedoch nicht nachlegen konnten. Kurz vor Schluss nahm der Schweinfurter Coach noch den Goalie zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, doch die Königsbrunner Defensive hielt bis Spielende dicht.
Der EHC erreicht mit dem Sieg vier Spiele vor Ende der Hauptrunde die sichere Qualifikation zu den Play-offs. Die Begegnung gegen das Schweinfurter Spitzenteam hatte alles, was sich ein Eishockeyfan nur wünschen kann. Tempo, intensive Zweikämpfe, eine beeindruckende Kulisse mit tollen Fans und zwei Mannschaften mit dem unbedingten Willen zum Sieg. Diese Begegnung hatte keinen Sieger verdient, Coach Bobby Linke freute sich dennoch über den unverhofften Sieg:
„Es war heute das erwartete Spitzenspiel auf höchstem Niveau. Im ersten Drittel hatten wir einige Probleme, Schweinfurt hat uns einige Male festgespielt und sich einige Chancen herausgespielt. Wir sind da mit einem blauen Auge davongekommen und haben ein glückliches Tor geschossen. Im Mittelabschnitt wollten wir die Fehler abstellen und kompakter spielen, das ist uns nur bedingt gelungen. Da hatten wir zunächst gut Zugriff, haben aber nichts daraus gemacht. Danach waren die Dogs drückend überlegen und belohnten sich mit zwei Treffern. Wir hatten einige Break-Situationen gegen uns, das haben wir in der Pause auch angesprochen. In den letzten 20 Spielminuten wollten wir unsere Chancen, die sich bei uns immer wieder ergeben, auch nutzen. Das ist dann im Endeffekt genauso gekommen, wir haben uns belohnt für unsere gute Arbeit. Danach haben wir konsequent verteidigt und den Druck hinten gut weggehalten. Benni Beck im Tor hat eine überragende Partie gezeigt und uns immer im Spiel gehalten. Am Ende fahren wir mit einem glücklichen Sieg nach Hause und sind froh über die wichtigen drei Punkte.“
Tore: 0:1 Ellerbrock (Länger, Riedl) (8.), 1:1 Alksnis (Cermak, Diel) (31.), 2:1 Pinsack (Bares, Schlick) (33.), 2:2 Stange (46.), 2:3 Erdt (Weißenhorn, Kent) (53.)
Strafminuten: ERV Schweinfurt 2 EHC Königsbrunn 6 Zuschauer: 1723
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