Königsbrunn verliert in Overtime gegen Klostersee

Mit 2:3 nach Verlängerung verliert der EHC Königsbrunn auswärts gegen den EHC Klostersee. Nach aufopferungsvollem Kampf hatten die defensivstarken Gastgeber das bessere Ende für sich, dennoch konnten die Brunnenstädter einen Punkt mitnehmen.

Beide Teams hatten mit Ausfällen zu kämpfen, konnten aber drei komplette Reihen aufbieten. Neben David Kaiser fehlten Hayden Trupp, Joshua Appler und Peter Brückner. Im Königsbrunner Tor stand von Beginn an Benni Beck. Als zweiter Goalie war Robin Rieger von der 1b mit nach Grafing gereist.

Von Beginn an war es eine temporeiche und intensive Partie zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Ein erstes Unterzahlspiel blieb folgenlos für Königsbrunn, die Mannschaft drängte danach auf den ersten Treffer. Bei einem schnellen Gegenstoß erzielte Marco Sternheimer in der fünften Spielminute das 1:0, allerdings ging dem Treffer ein Abseits voraus. Die Gastgeber reklamierten zwar diesen Umstand, dennoch wurde das Tor gegeben. Königsbrunn hatte mehr vom Spiel und kam in der 12. Spielminute zu einigen guten Chancen, die aber ohne Zählbares blieben. Die Brunnenstädter agierten aggressiv mit gutem Forechecking, den nächsten Treffer setzten aber die Grafinger. In Überzahl prallte ein Puck von der Scheibe hinter dem Königsbrunner Tor an den Schoner von Goalie Benni Beck und von da aus hinter die Linie. Nach dem glücklichen Ausgleich hatte Stefan Rodrigues in der 19. Spielminute die erneute Führung auf dem Schläger, doch auch der Tormann der Gastgeber zeigte wie sein Gegenüber eine Klassepartie und entschärfte die Situation, ehe es ein erstes Mal in die Kabinen ging.

Königsbrunn erwischte den besseren Start in den Mittelabschnitt und kam in der 21. Minute gleich zu guten Möglichkeiten. Danach hatte aber Klostersee eine starke Phase und setzte sich im Drittel der Brunnenstädter fest. Vor allem die Reihe mit den beiden Kontingentspielern Walz und Gagnon machte der Königsbrunner Defensive zu schaffen. Auch die Brunnenstädter konnten sich im Drittel der Gastgeber festsetzen, ab der 32. Spielminute geriet die Mannschaft in doppelte Unterzahl. Königsbrunn verteidigte aber konsequent und vereitelte mit viel Leidenschaft einen Treffer der Gäste. Benni Beck verhinderte mit einem Klassesave einen Rückstand noch vor der Pause, Klostersee hatte mehr Zugriff auf die Partie. Der mittlere Spielabschnitt blieb dennoch ohne weiteren Tore.

Auch im Schlussabschnitt erwischten die Brunnenstädter einen guten Start und kamen in der 41. Spielminute zu einer guten Gelegenheit durch Tim Bullnheimer. Der traf dafür in der 45. Spielminute in Überzahl, nach einem starken Querpass netzte Bullnheimer per Direktabnahme zur 2:1 Führung ein. Danach fing sich Königsbrunn aber Strafen ein, die nicht folgenlos blieben. In der 52. Spielminute glichen die Gäste so zum 2:2 aus, die Partie war wieder offen. Bis zur letzten Pause fielen aber keine weiteren Treffer mehr, so dass die Entscheidung in der Overtime fallen musste.

Nun galt es im Kampf Drei gegen Drei um den Extrapunkt. Den holten sich die Gastgeber, in der 63. Spielminute nutzte Klostersee einen Fehler der Brunnenstädter und erzielte den entscheidenden dritten Treffer für die Grafinger.

Gegen die kampfstarken Gastgeber war an dem Abend nicht mehr drin, am Sonntag geht es nun gegen den TEV Miesbach, der zu Hause gegen Buchloe mit 0:5 Federn lassen musste. EHC-Coach Bobby Linke nennt Ursachen für die Niederlage in Grafing:

„Wir wussten schon vor dem Spiel um die defensiven Qualitäten der Grafinger und wollten defensiv auf Konter lauern. Das ist uns zunächst gut gelungen, wir haben aber zu wenig daraus gemacht. Nach der Führung bekommen wir dieses blöde Gegentor und gehen mit dem Unentschieden in die Kabine. Wir wollten im Mittelabschnitt die neutrale Zone besser zustellen, dann setzte es einige Strafen auf beiden Seiten. Die Partie wurde hitziger, so etwas wie Spielfluss wollte nicht aufkommen. Im letzten Abschnitt bekommen wir eine Überzahlsituation und gehen in Führung, aber dann haben wir dumme Strafen kassiert. Das war nicht clever, so haben wir Klostersee wieder ins Spiel gebracht. Nach dem 2:2 haben es beide Mannschaften mit weniger Risiko gespielt, um sich mindestens einen Punkt zu sichern. In der Overtime machen wir zuerst den entscheidenden Fehler und verlieren die Partie. Mir tut es für die Jungs leid, die haben defensiv gut gespielt, offensiv blieben wir unter unseren Möglichkeiten. Wir hatten auch nicht den Dampf, wie vor ein paar Wochen. Die Mannschaft muss da jetzt durch, bis wieder alle fit sind und zu Kräften gekommen sind. Mit dem Punkt können wir aber gut leben. Ein besonderes Dankeschön geht an die mitgereisten Fans, die uns so gut unterstützt und die Reise trotz des Wetters angetreten haben.“

Tore: 0:1 Sternheimer (Stange, Länger) (5.), 1:1 Gagnon (N. Quinlan, Gaschke) (16.), 1:2 Bullnheimer (Sternheimer, Stange) (45.), 2:2 Kauppila (Gleixner, P. Quinlan) (52.), 3:2 Gleixner (Kauppila, Krämmer) (63. Overtime.)

Strafminuten:  EHC Klostersee 14     EHC Königsbrunn 16     Zuschauer: 481

Bildmaterial: https://diz-pix.de/  

Gegen Klostersee fehlte unter anderem Torjäger Peter Brückner (in rot/schwarz, Archivbild).