Zwei schwere Gegner zum Jahresbeginn
Am Wochenende hat der EHC Königsbrunn gleich zwei Schwergewichte der Bayernliga auf dem Programm. In der Auswärtspartie am Freitagabend geht es ab 20 Uhr gegen den EHC Klostersee, am Sonntag folgt in der heimischen Pharmpur EISARENA ab 18 Uhr das Duell gegen den Tabellendritten TEV Miesbach.
Der EHC Klostersee steht aktuell auf dem fünften Tabellenplatz und spielt aktuell eine starke Saison. Im November besiegten die Grafinger den aktuellen Erstplatzierten Schweinfurt mit 6:4 und haben sich in der oberen Tabellenregion etabliert. Am letzten Wochenende setzte es aber zwei Niederlagen gegen Waldkraiburg und Geretsried, die Mannschaft muss nun punkten, um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren. Im Hinspiel schlug Königsbrunn den EHC Klostersee mit 6:2. Dank fünf Überzahltoren und einer starken Defensivleistung hatten die Brunnenstädter das bessere Ende für sich. Königsbrunn muss nun auch am Freitag wieder konzentriert und defensiv stabil bleiben, denn die Grafinger sind in der Offensive stark aufgestellt. Top-Scorer ist der 32-jährige US-Amerikaner Kelvin Walz, der in 21 Spielen 32 Scorerpunkte erzielte. Auf den 26-jährigen Alexandre Gagnon sollten die Brunnenstädter auch ein Auge haben, der Kanadier wechselte Anfang Dezember nach Grafing und erzielte im Schnitt mindestens einen Treffer pro Begegnung. Königsbrunn muss sich auf eine kampferprobte und physisch starke Mannschaft einstellen, die in der Breite gut aufgestellt und zum Siegen verdammt ist.
Der TEV Miesbach zählt schon seit vielen Jahren zu den Top-Teams der Liga, der EHC Königsbrunn hat sich schon einige intensive und hochklassige Duelle gegen die Oberbayern geliefert. Aktuell belegt Miesbach den dritten Tabellenrang und spielt wie auch Klostersee eine starke Saison. Am letzten Wochenende siegte der TEV in Geretsried mit 6:3, verlor dann aber am Sonntag zu Hause gegen den HC Landsberg mit 2:4. Im Hinspiel lag der EHC Königsbrunn Anfang November nach zwei Dritteln schon mit 1:4 hinten, konnte die Partie aber gegen einen ebenbürtigen Gegner mit etwas Glück mit 6:5 für sich entscheiden. Top-Scorer ist der 38-jährige Patrick Asselin, ein Kanadier mit irischem Pass, der in der laufenden Saison schon 29 Scorerpunkte erzielen konnte. Zuletzt fehlte dem TEV verletzungsbedingt Neuzugang Matej Pekr, der aus Memmingen nach Miesbach wechselte und im Hinspiel einer der auffälligsten Spieler war. So wie auch der EHC Königsbrunn hatte Miesbach mit Ausfällen zu kämpfen, gegen Landsberg konnte der TEV gerade mal drei Reihen aufbieten. Dennoch ist Miesbach in allen Mannschaftsteilen sehr gut aufgestellt und wird dem EHC am Sonntag alles abverlangen, die Zuschauer können sich auf ein hochklassiges Duell zweier Kontrahenten auf Augenhöhe freuen.
Der EHC Königsbrunn hatte am letzten Freitag noch in Landsberg verloren, konnte dafür aber am Sonntag gegen Peißenberg gewinnen. Die Brunnenstädter hatten mit einigen Ausfällen zu kämpfen, wer am Wochenende wieder fit sein wird ist jedoch noch unklar. EHC-Coach Bobby Linke warnt vor zu hohen Erwartungen:
„Aktuell befinden wir uns in einer Phase, in der wir als Team zusammenrücken müssen. Durch den kleinen Kader und die Erkrankungen der Spieler sind wir ein wenig aus dem Tritt gekommen. Einige Jungs haben mit letzter Kraft gespielt. Es dauert jetzt ein bis zwei Wochen, bis wir wieder zur alten Form zurückkommen. Aber so eine Krankheitswelle kann man nicht verhindern. Es werden dieses Wochenende einige Spieler wieder zurück auf das Eis kommen. Uns stehen damit wieder mehr Optionen zur Verfügung. Klostersee spielt eine großartige Saison und ist eine eingeschworene Mannschaft. Jeder Spieler kennt seine Rolle und trägt seinen Teil zum Erfolg bei. Es wird nicht leicht werden, in der „Scheune“ etwas Zählbares mitzunehmen, aber wir wollen taktisch clever spielen und auf die Fehler von Klostersee warten. Miesbach befindet sich in einer ähnlichen Situation wie wir, nur dass bei ihnen wichtige Leistungsträger schon seit mehreren Wochen fehlen. Das Team von Dusan Frosch hält sich trotz der prominenten Ausfälle immer noch solide oben in der Tabelle, was für seine Arbeit als Trainer spricht. Miesbach kompensiert die Ausfälle mit eigenen jungen Talenten, die einen sehr guten Job machen und mit Sicherheit den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung gehen werden.“
Bildmaterial: https://diz-pix.de/

