Zwei knifflige Aufgaben für den EHC Königsbrunn

Am Wochenende hat der EHC Königsbrunn zwei interessante Gegner auf dem Schirm, zunächst geht es am Freitag ab 20 Uhr in der heimischen Pharmpur EISARENA gegen die „River Rats“ des ESC Geretsried. Am Sonntag folgt dann die Auswärtspartie bei den „Löwen“ des EHC Waldkraiburg, Anpfiff ist ab 17:15 Uhr.

Aktuell belegt Geretsried nur den 13. Tabellenplatz. Das Hinspiel gewann der EHC Königsbrunn mit 4:2, der Auswärtssieg war aber sehr hart umkämpft. Geretsried zeigte sich wie schon in den letzten Jahren als unangenehmer und kämpferisch starker Kontrahent. In den letzten Spielen zeigte die Formkurve der River Rats aber klar nach oben, in Landsberg erkämpfte der ESC einen Punkt und verlor erst im Penaltyschießen. Zuletzt gewann die Mannschaft zu Hause gegen die Peißenberger Miners, ebenfalls nach Penaltyschießen, und können nun mit breiter Brust nach Königsbrunn anreisen. Top-Scorer ist der 30-jährige Nico Fissekis, der in 18 Partien insgesamt 25 Punkte verbuchen konnte. Nach seinem Abgang beim EHC Königsbrunn konnte auch der 23-jährige Schwede Anton Egle sein Talent zeigen und 6 Punkte in vier Partien erzielen. Gegen seinen ehemaligen Verein dürfte er noch mehr motiviert sein. Es wird wieder ein Spiel auf Augenhöhe werden, bei dem die kleinen Fehler entscheidend sein werden. Geretsried ist in der Breite sehr gut aufgestellt und wird bis zum Schluss dagegenhalten. Bitter für den ESC ist der Ausfall von Ondrej Horvath, der aufgrund einer Spieldauerstrafe nicht mit im Kader stehen wird. Dennoch, in Königsbrunn haben die River Rats schon oft Punkte entführen können, die Brunnenstädter sollten also gewarnt sein.

Auch in Waldkraiburg gab es für den EHC Königsbrunn nur selten Punkte zu holen, aktuell sind die Löwen in der Heimtabelle der Bayernliga die sechststärkste Mannschaft. Das Hinspiel in Königsbrunn konnten die Brunnenstädter klar mit 6:1 gewinnen und zeigten eine der stärksten Saisonleistungen gegen einen kämpferisch starken Gegner. Mit viel Spielwitz zeigten sich die Brunnenstädter gnadenlos effektiv. Die Löwen sind in der Offensive extrem stark aufgestellt, Top-Scorer ist der 37-jährige Lette Andris Džeriņš, der in 18 Spielen 39 Scorerpunkte erzielen konnte. Neben Nico Vogl, Jakub Šrámek und Leon Decker, die zusammen 97 Punkte verbuchen konnten, steht auch der Verteidiger Daniel Hora in den Top-Five der Scorer, aktuell ist dieser aber verletzt. Wie stark Waldkraiburg wirklich ist, musste erst Geretsried erfahren, die River Rats wurden mit einer deutlichen 7:1 Klatsche nach Hause geschickt. Im Schnitt erzielt Waldkraiburg sechs Tore pro Spiel, 111 Treffer nach 18 absolvierten Partien zeigen klar die Offensivqualität der Oberbayern. Zum Vergleich, der EHC Königsbrunn konnte bisher nur 87 erzielen. Ohne eine geschlossene Mannschaftsleistung wird es für die Brunnenstädter schwer werden.

Zuletzt mussten die Königsbrunner auch auf einige Leistungsträger verzichten, neben David Farny und Hayden Trupp fehlte auch Luca Kinzel, der sich in Dingolfing verletzt hatte. EHC Coach Bobby Linke kennt die Stärken der Gegner: 

„Mit Geretsried und Waldkraiburg bekommen wir es mit zwei Teams zu tun, die sehr hart um die Playoff-Plätze kämpfen. Beide Mannschaften haben einen sehr guten Kader und sind sehr gefährlich zu bespielen. Geretsried wird uns Freitag alles abverlangen und um jeden Zentimeter Eis kämpfen. Hans Tauber hat sein Team in den letzten Spielen gegen uns immer sehr gut eingestellt. Wir wollen daheim aber die Punkte unbedingt behalten, müssen vor allem emotional und taktisch clever gegen Geretsried agieren. In Waldkraiburg ist es nie leicht zu spielen. Sie haben super Einzelspieler in ihren Reihen und Jürgen Lederer versteht es sehr gut daraus ein noch stärkeres Team zu formen. Wir müssen vor allem die ersten 20 Minuten hellwach sein und unsere Möglichkeiten nutzen, sonst droht uns dort ein böses Erwachen. Wir als Team würden uns freuen, wenn in den nächsten Wochen der ein oder andere Zuschauer jetzt wieder mehr ins Eisstadion geht, um mit uns Siege zu feiern. Die Jungs arbeiten Woche für Woche sehr hart, spielen aktuell eine sehr erfolgreiche Saison und hätten sich den Support absolut verdient.“

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Peter Brückner spielt eine starke Saison, bisher erzielte er 13 Treffer.