Königsbrunn bleibt Sieger im Derby gegen Buchloe

Schon das Hinspiel konnte der EHC Königsbrunn gegen die „Pirates“ des ESV Buchloe mit 4:1 für sich entscheiden, auch im Rückspiel hatten die Brunnenstädter dank eines 6:1 Erfolgs das bessere Ende für sich. In einer sehr umkämpften und intensiven Partie taten sich die Brunnenstädter am Sonntagabend zunächst schwer gegen gallig auftretende Gäste, kamen aber immer besser in Fahrt und gewannen hochverdient drei wichtige Punkte.

Beide Mannschaften konnten drei komplette Reihen aufbieten, beim EHC fehlten an diesem Abend die verletzten Hayden Trupp, Luca Kinzel und David Farny. Im Königsbrunner Tor stand von Beginn an Stefan Vajs, als Backup hielt sich Joshua Appler bereit.

Königsbrunn legte los wie die Feuerwehr und hatte nach dreißig Sekunden schon die erste gute Chance durch Peter Brückner, der freistehend zum Abschluss kam. Sein Schuss landete aber in der Fanghand von Dave Blaschta, der letztes Jahr noch für den EHC spielte und an diesem Abend von den Königsbrunner Fans freundlich begrüßt wurde. Auch Buchloe kam immer wieder gefährlich ins Drittel der Hausherren, begünstigt durch einige Fehlpässe der Brunnenstädter. In der siebten Spielminute markierte der EHC dann den ersten Treffer, Marco Sternheimer netzte den Puck per Rückhand zum 1:0 ins Buchloer Tor. Königbrunn war die spielbestimmende Mannschaft, brachte sich aber immer wieder durch Fehler in die Bredouille. Diese blieben aber folgenlos, weil der EHC konsequent verteidigte und diese Schnitzer mit der nächsten Aktion ausgebügelt werden konnten. Zudem war im Königsbrunner Tor immer noch die Lebensversicherung Stefan Vajs, der den ein oder anderen Schuss entschärfen konnte. So ging es nach den ersten 20 Spielminuten mit der verdienten Führung ein erstes Mal in die Kabinen. 

Im Mittelabschnitt dauerte es dieses Mal nur 20 Sekunden bis zur ersten Großchance für den EHC, Marco Sternheimer spielte quer auf den freistehenden Peter Brückner, dessen Schuss konnte aber der Buchloer Goalie noch entschärfen. In der 25. Spielminute legte Königsbrunn in Unterzahl das 2:0 nach, Stefan Rodrigues stibitzte sich kurz vor der gegnerischen Zone die Scheibe und tauchte mit viel Speed vor dem Buchloer Tor auf, mit viel Können versenkte er freistehend per Rückhand die Scheibe und ließ sich zu Recht von den Königsbrunner Fans bejubeln. Die Freude über den Shorthander währte allerdings nur kurz, denn Buchloe war noch in Überzahl und verkürzte nur Sekunden später auf 2:1. In der 27. Spielminute hatte Niklas Länger nach feinem Anspiel von Marco Sternheimer das nächste Tor auf dem Schläger, doch der Buchloer Goalie war auf der Hut. Zwei Minuten später war es dann aber doch soweit, der EHC erzielte das 3:1, bei einem Konter spielte Niklas Länger auf Marco Sternheimer, der dann mit viel Übersicht den Puck ins Buchloer Gehäuse zimmerte. Für die Gäste kam es noch schlimmer, in der 33. Spielminute und in Überzahl spielte Marco Sternheimer hinter dem Tor stehend die Scheibe auf Peter Brückner, der dann per Direktabnahme das 4:1 erzielte. David Kaiser hätte zwei Minuten später fast das 5:1 erzielt, bis zur letzten Pause fielen aber keine weiteren Treffer mehr.

Im letzten Spielabschnitt lief es weiter für den EHC Königsbrunn, in der 42. Spielminute legte Marco Riedl das 5:1 nach. Buchloe war in der Defensive komplett unsortiert, Stefan Rodrigues hatte alle Zeit der Welt, um Marco Riedl anzuspielen. Seinen ersten Schuss wehrte der Buchloer Goalie zwar noch ab, den Rebound konnte der Königsbrunner Stürmer aber ungestört einnetzen. Nur Sekunden später hätten die Gäste aber fast den zweiten Treffer nachgelegt, doch der Pfosten rettete die Brunnenstädter. Der EHC war weiter besser im Spiel, in der 44. Spielminute hatte Marco Sternheimer die nächste gute Möglichkeit, den nächsten Treffer legte aber Moritz Weißenhorn nur eine Minute später nach. Mit einem verdeckten Schuss von der Blauen erzielte er das 6:1. Drei Minuten später war der Jubel groß, als der Puck scheinbar erneut im Buchloer Gehäuse zappelte, der Schiedsrichter entschied jedoch auf kein Tor. Die Partie war aber längst gelaufen, bis zum Abpfiff wollte kein Treffer mehr gelingen, auch wenn dazu noch einige Chancen da waren.

Der EHC hatte nur zu Beginn Schwierigkeiten, den Rhythmus zu finden und kam dann immer besser in die Partie. Am Ende steht ein deutliches 6:1 gegen einen Kontrahenten, der körperlich gut dagegenhielt und mit viel Leidenschaft verteidigte. Der Sieg war klar verdient, EHC Coach Bobby Linke war zufrieden mit seiner Mannschaft:

„Wir wollten heute den Kopf freibekommen, nach vorne schauen und unsere Chancen nutzen. Das ist uns auch ganz gut gelungen, im zweiten Drittel haben wir das Spiel auf unsere Seite gezogen und so für eine kleine Vorentscheidung gesorgt. Wir hatten heute Biss, wollten gut forechecken und den Gegner unter Druck setzen. Im ersten Drittel hatten wir noch mit ein paar individuellen Fehlern zu kämpfen, haben Querpässe an der eigenen blauen Linie gespielt und den Gegner ins Spiel gebracht. Stefan hat uns da den Rücken freigehalten. Im zweiten Drittel haben wir das deutlich besser gemacht. Buchloe hatte da Überzahlsituationen, in denen sie gefährlich waren. Zuerst treffen wir in Unterzahl und kassieren postwendend das 2:1, aber die zwei Tore danach haben uns dann Sicherheit gegeben. Wir waren daraufhin kontrollierter und haben auf unsere Situationen gelauert. Buchloe hat bis zum Abpfiff dagegengehalten und gearbeitet, da mussten wir immer auf der Hut sein. Am Ende haben wir noch zwei Treffer nachgelegt und können mit dem Ergebnis zufrieden sein. Die nächsten Gegner werden nicht einfacher, da gilt es sich gut vorzubereiten.“

Tore: 1:0 Sternheimer (Bullnheimer, Brückner) (7.), 2:0 Rodrigues (25.), 2:1 Telesz (Orendorz, Petrak) (26.), 3:1 Sternheimer (Länger, Brückner) (29.), 4:1 Brückner (Sternheimer, Brückner) (33.), 5:1 Riedl (Rodrigues) (42.), 6:1 Weißenhorn (Stange) (45.)

Strafminuten:  EHC Königsbrunn 8     ESV Buchloe 8     Zuschauer: 436

Bildmaterial: https://diz-pix.de/

Marco Riedl belohnt sich mit dem 5:1 für seine starke Leistung und freut sich zu Recht über seinen Treffer.