Königsbrunn mit Mühe gegen tapfere Mammuts

Der EHC Königsbrunn erkämpft sich einen mühevollen 4:2 Arbeitssieg gegen die „Mammuts“ der EA Schongau. In einem Duell auf Augenhöhe hatten die Brunnenstädter nach einem 0:2 Rückstand das bessere Ende für sich.

Beide Mannschaften konnten mit gut gefüllten Reihen antreten, beim EHC fehlten der gesperrte Tim Bullnheimer und Clay Ellerbrock aufgrund einer Verletzung. Dafür durfte Moritz Weißenhorn nach zwei Jahren Pause sein erstes Punktspiel im Dress der Brunnenstädter antreten. Im Königsbrunner Tor stand von Beginn an Joshua Appler, als Backup saß Benni Beck auf der Bank.

Der EHC startete sehr druckvoll in die Partie und erarbeitete sich von der ersten Minute an einige gute Chancen, von den Gästen war zunächst nichts zu sehen. Königsbrunn verpasste es allerdings, einen ersten Treffer zu erzielen, was auch am sehr gut aufgelegten Gästekeeper Daniel Blankenburg lag. Schongau sorgte in der fünften Spielminute für den ersten Schreckmoment auf Seiten der Brunnenstädter, als nach Scheibenverlust im eigenen Drittel Anton Zimmer die Scheibe aufs Tor der Gastgeber brachte. Doch auch der Königsbrunner Schlussmann Joshua Appler zeigte an diesem Abend sein Können und entschärfte die Situation. Nur zwei Minuten später musste er aber trotzdem ein erstes Mal hinter sich greifen, als die Mammuts einen schnellen Konter zum 0:1 abschlossen. Die Gäste kamen nun besser in die Partie und nutzten das schlampige Defensivverhalten der Brunnenstädter aus. Königsbrunn erspielte sich zwar immer wieder zu sehr gute Chancen, den nächsten Treffer setzten aber erneut die Gäste. Kurz vor der Pause und in Unterzahl waren die Mammuts hellwach und nutzten einen Scheibenverlust der Königsbrunner in der offensiven Zone aus. Den ersten Abschluss konnte Joshua Appler zwar noch abwehren, den Rebound allerdings nicht mehr. So stand es nach 20 Spielminuten 0:2 gegen den EHC.

Auch nach dem Pausentee hatte Königsbrunn Probleme mit dem Spielaufbau, Schongau lieferte dem EHC einen intensiven Fight auf Augenhöhe. Beide Mannschaften hatten gute Chancen auf den nächsten Treffer, der fiel dann in der 27. Spielminute. Nach Bullygewinn war es Lion Stange, der nach einem Sahnepass von Marc Streicher mit viel Tempo ins gegnerische Drittel drängte und die Scheibe zum 1:2 im Tor der Mammuts versenkte. Knapp eine Minute später eroberte sich Stefan Rodrigues in der gegnerischen Zone den Puck und legte quer zu Niklas Länger, der per Direktabnahme den Ausgleich zum 2:2 erzielte. Die beiden schnellen Gegentore zeigten Wirkung, Königsbrunn hatte danach noch weitere hochkarätige Chancen, doch die Führung wollte nicht fallen. Der EHC stand nun defensiv stabiler, weitere Tore gab es bis zur letzten Pause aber nicht mehr zu sehen.

Die Entscheidung musste nun im Schlussdrittel fallen, die ersten Minuten gehörten den Königsbrunnern, die jetzt mehr von der Partie hatten. Die Gäste blieben aber immer gefährlich und hatten in Überzahl gute Möglichkeiten, doch Joshua Appler im Tor der Brunnenstädter entschärfte die Schüsse, die auf seinen Kasten kamen. In der 49. Spielminute hatte Peter Brückner die Führung auf dem Schläger, die der Schongauer Goalie aber verhindern konnte. Königsbrunn nun mit einer guten Druckphase, die aber ohne Zählbares blieb. In der 53. Spielminute konnten sich die Brunnenstädter aber doch noch belohnen und erzielten das ersehnte 3:2. Stefan Rodrigues erkämpfte sich hinter dem Tor die Scheibe und netzte mit viel Willen und Können zur Führung ein, ein Schongauer Spieler fälschte zuvor noch die Scheibe unhaltbar ab. Die Zeit lief nun gegen die Mammuts, die jetzt unbedingt nachlegen mussten. Kurz vor Spielende zog der Schongauer Coach seinen Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers, doch diese Aktion ging nach hinten los. Nach Scheibenverlust spielte Marc Streicher mit viel Übersicht die Scheibe zu Peter Brückner, der dann in der 59. Spielminute ins leere Tor zum 4:2 einnetzte. Damit war die Partie gelaufen, Königsbrunn gewann am Ende gegen aufopferungsvoll kämpfende und immer brandgefährliche Mammuts.

Nach einem schläfrigen ersten Drittel kam der EHC immer besser in die Partie und hatte große Mühe mit einem Gegner, der immer wieder für Gefahr vor dem Königsbrunner Tor sorgte. EHC-Trainer Bobby Linke war nach der Partie nur mit der Punkteausbeute zufrieden:

„Wir wollten heute mit viel Energie ins Spiel starten, gut forechecken und das Tempo hochhalten. Das hat auch zuerst geklappt, leider waren wir zu offensiv und im Kopf zu fahrlässig, was das Spiel gegen die Scheibe angeht. Durch individuelle Fehler haben wir viele Turnover verursacht. Nach dem ersten Drittel sind wir dem Spiel hinterhergerannt, wir können uns bei Joshua Appler bedanken, der Schlimmeres verhindert hatte. Im zweiten Drittel waren wir defensiv stabiler, haben dann doch noch die Kurve bekommen und den Kampf angenommen, den uns Schongau geboten hatte. Über sechzig Minuten war es aber eine Partie auf Augenhöhe, das muss man ehrlicherweise sagen. Die Gäste haben ein tolles Spiel gemacht, waren läuferisch und kämpferisch extrem gut und hatten uns das Leben sehr schwer gemacht. Wir konnten das Spiel aber trotzdem für uns entscheiden, denn egal wie es läuft, gibt es in unserer Mannschaft immer Spieler, die dann aufstehen, das Zepter in die Hand nehmen und das tun, was nötig ist, um erfolgreich zu sein. Ich erwarte mir aber auch von unseren Führungsspielern mehr Leistung, das müssen wir jetzt aufarbeiten. Einige Spieler haben noch viel Luft nach oben, wir müssen endlich diese individuellen Fehler abstellen.“

Tore: 0:1 Weber (Freidenfelds, Eberle) (7.), 0:2 Zimmer (Freidenfelds) (20.), 1:2 Stange (Streicher, Bakos) (27.), 2:2 Länger (Rodrigues, Brückner) (28.), 3:2 Rodrigues (Farny, Streicher) (53.), 4:2 Brückner (Streicher, Rodrigues) (59.)

Strafminuten:  EHC Königsbrunn 14     EA Schongau 8     Zuschauer: 512

Bildmaterial: https://diz-pix.de/

Königsbrunn lieferte sich einen harten Kampf mit Schongau (im Bild im schwarz-roten Trikot Stefan Rodrigues im Zweikampf mit Yannis Steffens)