Zwei scheinbar lösbare Aufgaben für den EHC Königsbrunn
Am vergangenen Spieltag eroberte sich der EHC Königsbrunn die Tabellenführung und hat nun am Wochenende zwei scheinbar leichtere Aufgaben auf dem Schirm. Zunächst geht es am Freitag ab 20 Uhr auswärts gegen die „Mammuts“ der EA Schongau. Am Sonntag muss der EHC in der heimischen Pharmpur EISARENA gegen die „Wild Lions“ des ERSC Amberg antreten, Anpfiff ist ab 18 Uhr.
Die EA Schongau belegt aktuell den zwölften Tabellenplatz und straft einige Experten Lügen, die die Mammuts schon vor Saisonbeginn als Schlusslicht der Liga prognostizierten. Das Hinspiel Ende November im heimischen Stadion konnte Königsbrunn nur mit viel Mühe für sich entscheiden. Nach einem schläfrigen ersten Drittel lag der EHC schon mit 0:2 im Rückstand, konnte die Partie aber noch drehen und siegte am Ende mit 4:2, der letzte Treffer war ein Empty Net Goal. Schongau hat seit der letzten Begegnung nachgelegt, so wechselte im Dezember unter anderem der 27-jährige Kanadier Grayden Gottschalk und der 32-jährige Dennis Gulda zu den Mammuts, um die Offensive zu stärken. Wenn man nur die Rückrunde betrachten würde, wäre der EHC Königsbrunn auf dem siebten Tabellenrang und nur zwei Plätze vor Schongau. Die Brunnenstädter sollten also gewarnt sein, diesen Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen.
Der ERSC Amberg ist seit letztem Wochenende auf den letzten Tabellenrang gerutscht und hat mit dem bisherigen Kellerkind Burgau die Plätze getaucht. Damit hätte vor Saisonbeginn wohl niemand gerechnet, es zeigt aber auch die Stärke der Liga, in der Jeder Jeden schlagen kann. Wie schon gegen Schongau legte der EHC in der Vorrunde in Amberg einen Fehlstart hin und lag schon nach 36 Sekunden zurück. Am Ende sprang dann aber trotzdem noch ein mühsamer Sieg gegen die Wild Lions heraus, der EHC gewann die Partie mit 5:2. Zuletzt hat auch Amberg beim Kader nachgelegt, vom Oberligisten Passau wechselte der 22-jährige Deutsch-Tscheche Matej Giesl nach Amberg und soll im Angriff für mehr Gefahr sorgen. Er kam schon in der DEL2 zu 26 Einsätzen bei Regensburg und bringt höherklassige Erfahrung mit. 67 Einsätze in der DEL2 kann auch Neuzugang Max Gimmel vorweisen, der aus Selb kam und zuletzt in der Defensive für mehr Stabilität sorgen soll. Die Mannschaft von Trainer Christian Zessack wird in Königsbrunn alles geben, um endlich wieder in die Erfolgsspur zu kommen.
In beiden Begegnungen sind die Brunnenstädter Favorit, Coach Bobby Linke warnt aber nachdrücklich davor, beide Kontrahenten nicht ernst zu nehmen: „Schongau spielt dieses Jahr eine solide Saison und wird jede Chance nutzen wollen, doch noch einen Pre-playoff Platz zu ergattern. Wir dürften gewarnt sein, die Mammuts auf die leichte Schulter zu nehmen. Noch dazu besitzen sie in meinen Augen eine sehr gute Offensive, die wir unbedingt in den Griff bekommen müssen. Es haben schon ein paar Topteams in Schongau Federn lassen und wir wollen nicht die Nächsten sein. Am Sonntag kommt die Überraschungsmannschaft des Jahres im negativen Sinne nach Königsbrunn. Amberg hat extreme Probleme mit Ausfällen gehabt und ist so in einen Strudel geraten, aus dem man als Team nicht so einfach rauskommt. Nichtsdestotrotz haben sie immer noch sehr gute Einzelspieler in ihrem Kader und es ist mit Sicherheit nur eine Frage der Zeit, wann sie ihr Potential als Team wieder auf das Eis bringen. Wir werden diese Woche wieder hart trainieren, um uns fitnesstechnisch wieder auf Vordermann zu bringen. Leider gibt es wieder verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen, allerdings sollten diese bis zu den Playoffs auskuriert sein.“
Bildmaterial: https://diz-pix.de/

