Topspiel am Sonntag in Königsbrunn
Am Freitag gastiert der EHC Königsbrunn beim Aufsteiger in Burgau, dort kommt es ab 20 Uhr zum Aufeinandertreffen mit den „Eisbären“. Zum Topspiel der Liga empfangen die Brunnenstädter am Sonntag den Tabellenzweiten in der heimischen Pharmpur EISARENA, ab 18 Uhr geht es dann gegen die „Devils“ des VfE Ulm/Neu-Ulm.
Die Mannschaft aus Burgau musste schon viel Prügel einstecken, sowohl auf als auch neben dem Eis. Denn der Verein machte, so wie auch Schweinfurt, nicht beim Gentlements Agreement der anderen Ligenteilnehmer mit, die sich auf drei Kontingentspieler beschränkt hatten. Der Start in der Bayernliga verlief mehr als nur holprig, die ersten 12 Partien wurden teilweise sehr deutlich verloren. Dabei kassierte das Team bisher 124 Gegentore. Am vergangenen Sonntag aber holten sich die Eisbären den ersten Sieg, mit 5:4 wurde Geretsried nach Hause geschickt. Trotz der vielen Rückschläge blieben die Fans bisher ihrem Verein treu, fast 700 Zuschauer im Durchschnitt können sich sehen lassen. Im Kader finden sich einige Spieler, die schon für den EHC aufliefen, unter anderem Max Arnawa, Max Petzold, Luca Gottwald, Maxi Knittel, Roman Jourkov und Lukas Häckelsmiller. Im Oktober 2023 trafen beide Mannschaften in der Vorbereitung ein letztes Mal aufeinander, damals besiegten die Eisbären zu Hause den EHC mit 6:5. Trotz der bisher schlechten Statistiken sollte sich Königsbrunn vor Burgau hüten, nach dem ersten Sieg vom letzten Sonntag hat die Mannschaft Selbstbewusstsein getankt und wird gegen Königsbrunn von den heimischen Fans gepusht werden.
Ulm fährt mit breiter Brust nach Königsbrunn, die Devils sind seit sieben Spielen ohne Niederlage. Die Mannschaft hat mehr Tore geschossen und weniger Treffer kassiert als der EHC, der zweite Tabellenplatz kommt also nicht von ungefähr. Zwei Spieler sind unter den Top5 der Bayernliga zu finden, so erzielte der 33-jährige Bohumil Slavíček in bisher 13 Partien schon 34 Scorerpunkte. Der 34-jährige tschechische Neuzugang Jakub Bernad steht ihm mit nur zwei Punkten weniger in nichts nach. Und mit Dominik Synek und Martin Podesva haben die Devils noch zwei weitere heiße Eisen im Höllenfeuer. Wie gefährlich Ulm ist, bekam der EHC schon in der Vorbereitung zu spüren, im Oktober siegten die Devils mit 7:5 in Königsbrunn. Die Mannschaft zeigte sich kaltschnäuzig, konterfreudig und effektiv gegen die Brunnenstädter, die Defizite im Umschaltspiel und Defensivverhalten offenbarten. Die Begegnung am kommenden Sonntag verspricht nicht nur auf dem Papier eine Partie auf höchstem Bayernliga-Niveau zu werden.
EHC-Coach Bobby Linke sieht seine Mannschaft in der Pflicht: „Wir wollen am kommenden Wochenende unsere Spitzenposition verteidigen. Jeder Außenstehende erwartet aufgrund der aktuellen Ausgangslage einen hohen Sieg in Burgau, aber ich bin zu lange im Geschäft um zu wissen, wie schwer das ist. Burgau hatte Anfangsprobleme in der Liga, konnte jetzt aber ein Ausrufezeichen setzen und wird gegen uns hochmotiviert auftreten. Wir müssen auch dort strukturiert und konzentriert spielen, sonst kann es ein böses Erwachen geben. Am Sonntag haben wir ein kleines Spitzenspiel gegen Ulm. Ähnlich wie wir, besticht Ulm durch Konstanz und schafft es fast immer einen Weg zu finden, um zu gewinnen. In meinen Augen macht das Topmannschaften aus. Es wird ein großartiges Eishockeyspiel werden, bei dem wir alles auf dem Eis lassen müssen und eine Topleistung benötigen, um Punkte daheim zu behalten.“
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